Irgendwo im unwegsamen russischen Ural befinden sich zwei Züge auf Kollisionskurs. Der eine hat Passagiere an Bord, der andere transportiert zehn Atomsprengköpfe, die in der Folge des START-Abkommens über nukleare Abrüstung in ein Entsorgungslager gebracht werden sollen.
Nur kurz nach dem unerklärlichen Zusammenstoß der beiden Züge kommt es zu einer gewaltigen Atomexplosion, in deren Folge die Alarmglocken in Moskau wie Washington läuten.
Denn neun der zehn an Bord gebrachten Sprengköpfe wurden vor der Detonation gestohlen. Acht davon sollen, so wird rasch klar, in ein Schwellenland geschmuggelt werden - die neunte jedoch in New York für eine Katastrophe sorgen.
Filmkritiken
Filmkritik von Gerhard Heeke
TV Movie 23/1997: Mit "Projekt: Peacemaker" gelang Steven Spielbergs Filma Dreamworks ein nicht gerade traumhafter Einstieg ins Filmgeschäft. Allzu formelhaft präsentiert sich die Story, deren brisante Thematik einen intelligenteren Film verdient hätte. Regisseurin Mimi Leder versteht zwar vor allem in visueller Hinsicht ihr Handwerk, und auf der Spannungsebene funktioniert der Film durchaus. Doch was nützt ein gerüttelt Maß an Action, wenn's an der Logik und einem Bösewicht mit Biß mangelt. Warum Spielberg diese humorlose Hymne auf die Zeit des Kalten Krieges als Dreamworks-Debüt wählte, bleibt ein Rätsel.
film-dienst 23/1997: Ein mit beachtlichem handwerklichem Geschick inszeniertes Kinodebüt, das nicht nur geschickt Versatzstücke des Actiongenres verarbeitet, sondern seine Geschichte auch mit erzählerischer Übersicht und Raffinesse schildert.
TV Today 23/1997: Spannende Action mit Polit-Hintergrund: Ein US-Bond kämpft gegen Russenmafia und Amok-Bosnier.
TV Spielfilm 23/1997: Solider Actionthriller als Einstand für Steven Spielbergs DreamWorks-Studio.
Cinema 11/1997: George Clooney im ersten Film des Spielberg-Studios DreamWorks: solide Action um verschwundene A-Bomben, der es an Sprengkraft fehlt.