"Projekt:
Peacemaker" ist das erste Projekt der mit viel
Vorschußlorbeeren bedachten Dreamwork Studios. Dafür,
dass so illustre Köpfe wie Steven Spielberg, David Geffen und
Jeffrey Katzenberg hinter dem Studio stehen, ist die
Debütproduktion reichlich flau geraten.
George Clooney, bekannt aus Emergency Room und dem letzten Batman Film, spielt Lt. Colonel Thomas Devoe. Eine brutale Type, die immer mit einem "Handsome Smile" über Leichen geht und auch vor Mord nicht zurückschreckt. Da im Film aber nur die bösen Russen getötet werden, scheint das in den USA der Endneunziger vollkommen o.k. zu sein. Die bösen Russen (wann endet der kalte Krieg eigentlich mal?) klauen Atomsprengköpfe und vertuschen den Raub, indem sie im Ural einen der Sprengköpfe zünden. Der Rest soll an den Iran vertickt werden. Aber sie haben die Rechnung ohne Mr. Devoe gemacht. Ala James Bond peilt er auf einen Blick die Lage, dringt mal kurz in den russischen Luftraum ein (weil die russischen Truppen ja so unfähig sind), und löst das Problem. Aber leider fehlt immer noch ein Sprengkopf ... George Clooney liefert in "Projekt Peacemaker" nicht gerade seine Glanzrolle ab. Er spielt mit seinem Charme-Kredit den er sich aus anderen Filmen erworben hat. Ihm zur Seite steht Nicole Kidman als Projektleiterin Julia Kelly. Für eine Wissenschaftlerin aus Princeton, erweist sie erstaunlich viel Mut und Kraft beim Feldeinsatz. Gut ist allerdings, dass in einem Militariafilmchen einer Frau soviel an Kompetenz und Verstand eingeräumt wird. Aber auch dies spiegelt die momentane US-Gesellschaft wieder. Insofern ist die reichlich klischee behaftete Story recht uninteressant. Viel interessanter ist es zu sehen, wie sich die USA in der Rolle des Weltpolizisten gefallen und wie die US-Gesellschaft von den Hollywood Studios gesehen und verstanden wird. Der Raub von Atomsprengköpfen ist das Feigenblatt, welches das Hinterfragen dieser Verhaltensweisen behindern soll; immerhin sind ja zig Millionen Menschen gefährdet. Man kann dem Film aber zugute halten, dass er im großen und ganzen recht spannend inszeniert wurde. Bis auf ein paar Längen im Film, wird man recht gut unterhalten. Dies macht dann doch ein paar Punkte wett. Punktabzug gibt es hingegen für die vorhersehbare Handlung. Die Musik von Hans Zimmer ist eingängig und gefällig. Russische und slawische Elemente spielen bei den entsprechenden Szenen immer eine Rolle. Insofern ist die Musik nicht gerade sehr subtil angelegt. Bei den Actionszenen wird dann auch entsprechend auf die Tuba gedrückt. 5 von 10 Weltpolizisten
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"Projekt:
Peacemaker" ist das erste Projekt der mit viel
Vorschußlorbeeren bedachten Dreamwork Studios. Dafür,
dass so illustre Köpfe wie Steven Spielberg, David Geffen und
Jeffrey Katzenberg hinter dem Studio stehen, ist die
Debütproduktion reichlich flau geraten.