Gerhard Heeke über Sieben Jahre in Tibet

"Sieben Jahre in Tibet" muß der deutsche Bergsteiger Heinrich Harrer alias Brad Pitt während des zweiten Weltkrieges verbringen. Kurz vor Kriegsausbruch läßt er seine hochschwangere Frau in Österreich zurück um mit einer Bergsteigergruppe den Nanga Parbat, den deutschen Schicksalsberg, zu besteigen. In das Team fügt er sich als hochmütiger Einzelgänger nur schlecht ein. Noch bevor die Gruppe den Gipfel erreicht muß sie aufgrund schweren Wetters umkehren. Am Basislager angekommen werden sie von den Engländer verhaftet. Der Krieg ist auch in dieser entfernten Ecke der Welt allgegenwärtig. Die Gruppe kommt in ein Kriegsgefangenenlager. Harrer und Peter Aufschnaiter, dem Expeditionsleiter, gelingt die Flucht aus der Gefangenschaft nach Tibet. Aber dort beginnt erst das eigentliche Abenteuer für die beiden Europäer, die so fern der Heimat sind ...

Die politischen Aspekte der historisch gesehen nicht ganz unstrittige Figur Heinrich Harrers werden nur am Rande gestreift. Seine Mitgliedschaft bei der NSDAP wird zwar erwähnt, aber damit hat sich für den Film der politische Background auch weitestgehend erledigt. Der Regisseur Jean Jacques Annaud konzentriert sich mehr auf die Person Harras und ihr reagieren auf die ungewohnte Welt der Tibetaner. So zeigt der Film denn auch wirklich großartige Landschaftsaufnahmen und schön fotografierte Bilder aus der Welt der Mönche und ihrer Gesellschaft.

Die Story wird teilweise recht betulich erzählt. Die schauspielerischen Leistungen von Brad Pitt und David Thewelis (Aufschnaiter) dagegen durchweg in Ordnung.

Im Endeffekt sind es die Bilder und das durch sie transferierte Feeling, die diesen Film sehenswert machen.

Fazit: 7 von 10 Buttertees

Dirk Jasper FilmLexikon
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