Gerhard Heeke über The Game

Die Spielchen, die man mit Michael Douglas in "The Game" veranstaltet, sind nicht von schlechten Eltern.

Dabei fing alles so harmlos an. Der erfolgreiche Börsenmakler Nicholas van Orton feiert seinen Geburtstag - mal wieder allein, denn van Orton ist so ein richtiges Arschloch. Aber dann taucht plötzlich sein jahrelang verschollener Bruder (Sean Penn) mal wieder auf. Man verabredet sich zum Abendessen. Sein Bruder schenkt ihm einen Gutschein für ein "Spiel". Mehr verrät er nicht. Er rät aber seinem Bruder unbedingt daran teilzunehmen, denn dieser brauche unbedingt ein wenig Entspannung. Aus einer Laune heraus meldet sich Nicholas tatsächlich bei der Firma. Er wird gründlich untersucht. Sowohl auf seine körperliche, als auch auf seine geistige Gesundheit. Aber um was es bei dem "Spiel" gehen soll, erfährt er immer noch nicht. Aber was nun auf ihm wartet, hätte er sich in seinen schlimmsten Alpträumen nicht ausdenken können. Sein gesamtes bisheriges Leben ist bedroht. Und was ist mit der unbekannten Schönen (Deborah Winger)? Ist sie für oder gegen ihn?

An dieser Stelle mehr von der Handlung zu verraten, hieße den Spaß nehmen. Denn der Film spielt sehr elegant mit den Vermutungen und Emotionen der Zuschauer. Der Zuschauer weiß keinen Deut mehr als Nicholas - und wenn man doch noch mehr in seiner Phantasie vermutet als eigentlich mitgeteilt wird, dann hat dies meist nur zur Folge, dass man vor Spannung noch mehr im Sitz hin und her rutscht.

"The Game" zählt für mich zu den interessantesten Filmen im Herbst/Winter 97. Die Story weiß zu fesseln und Michael Douglas ist endlich wieder in Form. Den Börsenmakler nimmt man dem Mann immer noch leichter ab, als den zotteligen Typen aus "Der Geist und die Dunkelheit". Aber auch Sean Penn als der kleine Bruder von Nicholas van Orten spielt sehr gut. Mal ist er ganz der kleine Bruder - mal ein Mann, dessen Nerven zu zerreißen gespannt sind. Aber auch die restliche Besatzung ist in Ordnung. In einer Nebenrolle ist übrigens Armin Müller-Stahl zu sehen. Dennoch ist der Film ganz auf die Person von Michael Douglas zugeschnitten.

Fazit: Sehr spannend.

8 von 10 Kreuz-Buben

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