Der Eissturm

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Auszeichnungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Der Eissturm
Titel USA: The Ice Storm
Genre: Tragikomödie
Farbe, USA, 1997, FSK 12

Kino Deutschland: 1997-12-18
Laufzeit Kino: 112 Minuten
Kinoverleih D: Pandora

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1998-05-19
Kaufkassette: 1998-11-03
Laufzeit Video: 112 Minuten
Anbieter: Arthaus

DVD Deutschland: 1999-05-07
Laufzeit DVD: 112 Minuten
Anbieter: Arthaus



Szenenfoto New Canaan, Connecticut, USA, im November 1973. Richard Nixon verstrickt sich immer tiefer in die Watergate-Äffäre. Die Beatles nehmen Solo-Alben auf. Die Mode des Partnertauschs ist bis in die Vorstädte gelangt. Und in der Familie Hood gerät alles etwas außer Kontrolle.

Ben Hood versucht, seine Geliebte und Nachbarin wieder einmal ins Bett zu kriegen, aber sie zeigt merkwürdig wenig Begeisterung. Bens Frau Elena erträgt die ungeschickten Lügen ihres Mannes zusehends schlechter. Die kleine Wendy Hood entdeckt, gemeinsam mit den Nachbarjungen Mikey und seinem jüngeren Bruder Sandy, neue Spiele ...

Was als Komödie beginnt, steigert sich zur Tragödie, als ein Unwetter heraufzieht, der schlimmste Sturm seit Jahrzehnten: Der Eissturm ...


SzenenfotoDarsteller: Joan Allen (Elena Hood), Kevin Kline (Ben Hood), Christina Ricci (Wendy Hood), Tobey Maguire (Paul Hood), Sigourney Weaver (Janey Carver), James Sheridan (Jim Carver), Elijah Wood (Mikey Carver), Adam Hann-Byrd (Sandy Carver), Katie Holmes

Regie: Ang Lee

Stab: • Produzenten: Ted Hope, James Schamus, Ang Lee • Drehbuch: James Schamus • Vorlage: Roman "Der Eissturm" von Rick Moody • Filmmusik: Mychael Danna • Kamera: Frederick Elmes • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Mark Friedberg • Schnitt: Tim Squyres • Kostüme: Carol Oditz • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 25/1997: Eine private Geschichte als Gesellschaftsbild, die das Auseinanderfallen einer amerikanischen Mittelstandsfamilie in den 70er Jahren und deren Sehnsucht nach Liebe, Harmonie und Geborgenheit beschreibt. Erst der plötzliche Tod eines Kindes reißt die Erwachsenen aus ihrer Lethargie. Mit Hilfe dieses Schockmoments erhält der eindrucksvoll gespielte Film philosophische und religiöse Dimensionen: Ein unschuldiges Opfer öffnet gleichsam das Tor zu Einsicht und Buße. In seinem dramaturgischen Aufbau bündelt er viele Figurenfäden zu einem dichten, kunstvollen Geflecht, das sich fern von moralischen "Mätzchen" zu einem ebenso intelligenten wie humanistischen Werk verdichtet.

TV Today 26/1997: dass man einen Kulturkreis nicht von innen kennen muß, um bildkräftig davon zu berichten, bewies der Taiwaner Ang Lee schon mit "Sinn und Sinnlichkeit". Auch sein neuer Kostümfilm besticht durch sein Ensemble: Kevin Kline, Joan Allen, Sigourney Weaver, Christina Ricci und Elijah Wood. Fazit: Meisterhaftes Kammerspiel, das Verwirrung und Leid der 70er souverän nachvollzieht.

TZ München: Homorvoll, bissig, launig und mit Blick aufs Wesentliche deckt er jetzt das Innerste seiner Hauptfiguren auf, ohne sie zu demontieren oder bloßzustellen. Dazu eine intensive Kamera, treffsichere Dialoge und eine Besetzung, die (...) zur Creme de la creme amerikanischer Schauspieler gehört, wie es sich für ein Meisterwerk gehört.

Berliner Zeitung: Eigentlich lief in Cannes nur ein makelloser Film: Ang Lees "The Ice Storm", eine stille, aber ergreifende, eine kleine, aber unendlich genaue und reiche Geschichte aus dem Long Island des Jahres 1973.

TV Spielfilm 26/1997: Meisterhaft inszenierte Familien- und Sittengeschichte eines schrillen Jahrzehnts.

Cinema 01/1998: Psychogramm, das zu Herzen und an die Nieren geht.

Stuttgarter Zeitung: Bitter-komische Familiensatire.


SzenenfotoAuszeichnungen

Filmfestspiele Cannes 1997: Preis für das beste Drehbuch.

Dirk Jasper FilmLexikon
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