Sieben gegen Chicago

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Sieben gegen Chicago
Titel USA: Robin And The Seven Hoods
Genre: Krimi-Komödie
Farbe, USA, 1964, FSK 12

Kino Deutschland: 1964-12-11
Laufzeit Kino: 107 Minuten
Kinoverleih D:



Szenenfoto Big Jim ist der mächtigste und einflußreichste Kopf der Chicagoer Unterwelt. Dementsprechend hat er viele Freunde zu seiner Geburtstagsparty eingeladen. Robbo, seine linke Hand, ist der einzige, der sich verspätet und somit prompt den Höhepunkt des festlichen Abends verpaßt.

Während der Party wird Big Jim erschossen und der Gangster Gisborne ernennt sich selbst zum Präsidenten der Vereinigten Gangster von Chicago. Nur mit Hilfe des ehrenwerten Sheriffs Glick kommt Robbo mit dem Leben davon.

Überraschend taucht Big Jims attraktive Tochter Marian auf und bietet Robbo und seinem Kumpel Little John 50.000 Dollar an, wenn sie ihren Vater rächen und dessen Mörder - sie verdächtigt Sheriff Glick - umlegen. Beide lehnen das großzügige Angebot ab.

Dennoch ist Glick bald darauf tot. Gisborne hatte sich kurzerhand seiner entledigt und ihn, um ganz sicher zu gehen, im gerade eingeweihten Grundsteinsockel des neu zu errichtenden Polizeipräsidiums einmauern lassen.

Unerwartet flattern Robbo 50.000 Dollar auf den Schreibtisch. Marian hält ihn für den kühnen Rächer. Doch für Morde, die er gar nicht begangen hat, will Robbo auch keine Bezahlung, und so leitet er das Geld an ein Waisenhaus weiter. Prompt machen die Chicagoer Zeitungen aus Robbo einen Volkshelden - einen Robin Hood, der den Reichen nimmt, um es den Armen zu geben.

Und als Mr. Allen A. Dole, der Sekretär des Waisenhauses, Robbos Pressechef und Wohltätigkeitsveranstalter wird, fängt das Geschäft erst richtig zu blühen an. Im Strahlenglanz der Publicity werden Robbo, Dale, Little John, Will und all die anderen für Gisborne nahezu unangreifbar.

Ungestört eröffnet Robbo einen mit allen technischen Raffinessen eingerichteten Spielclub, der bald floriert. Und als Gisborne - diesmal sogar mit Polizeiaufgebot - dem Club einen Besuch abstattet, findet er nur ein kärglich eingerichtetes Vereinslokal einer Antialkoholiker-Sekte vor.

Eines Tages gelingt es Gisborne dennoch, Robbo den Mord an Sheriff Glick anzuhängen. Er kommt ins Gefängnis, während Marian zusammen mit Little John den Wohltätigkeitsbetrieb übernimmt, den sie durch die Ergänzung einer kleinen Banknoten-Presse in Schwung bringen. Doch dann gelangt Robbo unerwartet zu einem Freispruch ...


SzenenfotoDarsteller: Frank Sinatra (Robbo), Dean Martin (John), Sammy Davis jr. (Will), Peter Falk (Gisborne), Barbara Rush (Marian), Victor Buono (Sheriff Potts), Bing Crosby (Allen A. Dale), Robert Foulk (Sheriff Guck), Hank Henry (Six Seconds)

Regie: Gordon Douglas

Stab: • Produzenten: Frank Sinatra für P. C. Production / Warner Bros. • Drehbuch: David R. Schwartz • Vorlage: - • Filmmusik: Nelson Riddle • Kamera: William H. Daniels • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Sam O'Stehen • Kostüme: • Make Up: • Ton: • Toneffektschnitt: • Stunts: •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Die makabere Kaltschnäuzigkeit des Genres wird bewußt übertrieben, die gegenseitigen Rachefeldzüge der verfeindeten Ganoven sind revueartig verfremdet. Das hat gezielten Witz und Unterhaltungsqualität zugleich.

Frankfurter Rundschau: Frank Sinatra und seine Clique, also u. a. Dean Martin, Sammy Davis jr., Peter Falk, Barbara Rush und Bing Crosby konnten 1964 in Gordon Douglas' locker-schwungvollen Gangsterfilm-Parodie voll auf den Putz hauen. (...) Spaß mit Musik, für alle Frankie-Fans.

Süddeutsche Zeitung: Stars gibt es in Gordon Douglas "Robin And The Seven Hoods" aus dem Jahre 1964 zuhauf. Neben Dean Martin, Barbara Rush, Peter Falk und Bing Crosby standen auch Frank Sinatra und sein zehn Jahre jüngerer Entertainer-Kollege Sammy Davis jr. vor der Kamera zu dieser Parodie auf den Gangsterfilm. dass Sinatra nie den Ruf losgeworden ist, Günstling des "Paten" zu sein, hat ihn in seiner Karriere offenbar nie behindert.

Lexikon des internationalen Films: Anfangs noch eine treffsichere Parodie auf amerikanische Gangsterfilme, die in der zweiten Hälfte allerdings Längen aufweist.


SzenenfotoBemerkungen

Frank Sinatra ist mit diesem Film unter die Filmproduzenten gegangen.

Regisseur Gordon Douglas hat sich schon in jedem Genre versucht: Gruselfilm ("Formicula"), Kriegsfilm ("Geheimkommando"), Missionsfilm ("Jenseits des Ruwenzori"), Western ("Das Gold der sieben Berge"). Mit "Sieben gegen Chicago" versucht er sich in einer Gangsterfilmparodie.

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