Wenn mein Schlafzimmer sprechen könnte

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Wenn mein Schlafzimmer sprechen könnte
TV-Titel: Buddy und das süße Leben
Titel USA: Come Blow Your Horn
Genre: Komödie
Farbe, USA, 1962, FSK 16

Kino Deutschland: 1963-08-30
Laufzeit Kino: 112 Minuten
Kinoverleih D:



Szenenfoto Der unbekümmerte Mittdreißiger Alan Baker hat der Provinz und dem väterlichen Unternehmen den Rücken gekehrt. Während die Daheimgebliebenen all ihre Energie in die Herstellung von Wachsfrüchten investieren, läßt Alan die seine in zahlreiche Affären fließen.

In dem New Yorker Luxus-Apartment, das er sich als erfolgreicher TV-Autor leisten kann, herrscht ein fröhliches Kommen und Gehen. Als eines Tages Alans jüngerer Bruder Buddy in der Stadt auftaucht, ist der Lebemann begeistert: Er feiert Buddys neue Selbständigkeit, indem er ihn ins pulsierende Nachtleben von Manhattan einführt und mit seinen aktuellen "Begleiterinnen" bekanntmacht.

Buddy entpuppt sich als gelehriger, aufnahmefähiger Schüler - so gelehrig, dass es ihm schon bald gelingt, dem Älteren seine Freundin Peggy auszuspannen. Alan ist nicht sonderlich betrübt, denn sein Interesse hat sich inzwischen auf Connie verlagert, die nur einen einzigen schwachen Zug hat: Sie möchte unbedingt heiraten.

Buddys Neigung, den weltgewandteren Bruder zu kopieren, bringt allerdings bald den kleinen Junggesellen-Haushalt in Unordnung. Und das Chaos ist perfekt, als das Ehepaar Baker auftaucht, um über den Lebenswandel seiner Söhne zu wachen ...


SzenenfotoDarsteller: Frank Sinatra (Alan Baker), Tony Bill (Buddy Baker), Lee J. Cobb (Mr. Baker), Molly Picon (Mrs. Baker), Barbara Rush (Connie), Jill St. John (Peggy), Dan Blocker (Mr. Eckman), Phyllis McGuire (Mrs. Eckman)

Regie: Bud Yorkin

Stab: • Produzenten: Norman Lear, Bud Yorkin für Essex / Tandem • Drehbuch: Norman Lear • Vorlage: Bühnenstück von Neil Simon • Filmmusik: Nelson Riddle • Kamera: William H. Daniels • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Hal Pereira, Roland Anderson • Schnitt: Frank P. Keller • Kostüme: Edith Head • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Choreographie: Jack Baker •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: "Come Blow Your Horn" - so der Originaltitel - war der erste große Broadway-Hit des Erfolgsautors Neil Simon und die erste von sieben Simon-Komödien, die Paramount verfilmte. "Es ist keine Kunst, macht aber Spaß," faßt "Variety" die Leistung des Unternehmens zusammen und bescheinigt dem Team um Regisseur Bud Yorkin ("Scheidung auf amerikanisch", "Inspektor Clouseau", "Webster ist nicht zu fassen") "filmische Erfindungsgabe". Tatsächlich fügen die spritzigen, originellen Einfälle der Inszenierung Simons Dialogwitz "ein unorthodoxes visuelles Element" hinzu - so noch einmal das US-Branchenblatt.

Der Part des weltgewandten Playboys hätte dem Star Frank Sinatra auf den Leib geschrieben sein können: Sie entspricht perfekt dem Image, das er auch im Privatleben genoß - und es war nicht das eines Kostverächters. In weiteren Rollen glänzen Hollywood-Heavy Lee J. Cobb ("Party Girl", "Die Faust im Nacken") als sittenstrenger, bärbeißiger Vater, Newcomer Tony Bill in der Rolle des jungenhaft-sympathischen Bruders sowie Barbara Rush ("Hombre", "Gefahr aus dem Weltall") und die spätere Bond-Gespielin Jill St. John ("James Bond 007 - Diamantenfieber") als "love interests" der beiden Helden.

Lexikon des internationalen Films: Langatmige Hollywoodkomödie nach einem Broadway-Erfolgsstück von Neil Simon, in der optische Starre und endlose Dialoge vorherrschen.

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