Der Mann am Draht

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Der Mann am Draht
Titel England: The Naked Runner
Genre: Agentenfilm
Farbe, England, 1967, FSK 16

Kino Deutschland: 1967-10-20
Laufzeit Kino: 104 Minuten
Kinoverleih D:



Szenenfoto Der britische Geheimdienst plant die Ermordung eines Wissenschaftlers, der im Begriff ist, mit wichtigen militärischen Geheimnissen nach Moskau überzulaufen.

Um seine Organisation aus der hochbrisanten Affäre herauszuhalten, verwickelt der Geheimdienstbeamte Slattery einen ehemaligen Kriegskameraden, den Amerikaner Sam Laker in die Geschichte.

Laker, ein Ex-Agent und Witwer, hatte sich eigentlich aus dem Geschäft zurückgezogen und lebt alleine mit seinem Sohn Patrick. Als er von Slattery nach Leipzig geschickt wird, ahnt er nicht, was auf ihn zukommt.

Der Geheimdienst läßt Patrick entführen, um Laker zur Mitarbeit zu zwingen - nach erledigtem Auftrag soll das Kind wieder freigelassen werden. Um Laker zu "motivieren", spiegelt man ihm vor, Patrick sei von einem gewissen Hartmann entführt worden und längst nicht mehr am Leben.

Von tödlichem Haß getrieben, heftet sich der unglückliche Vater an Hartmanns Fersen und erschießt ihn aus dem Hinterhalt. Dann aber erfährt er, dass es sich bei Hartmann um jenen flüchtigen Wissenschaftler handelte, den der Geheimdienst so dringend loswerden wollte ...


SzenenfotoDarsteller: Frank Sinatra (Sam Laker), Peter Vaughan (Martin Slattery), Derren Nesbitt (Oberst Hartmann), Nadia Gray (Karen Gisevius), Toby Robins (Ruth), Inger Stratton (Anna), Edward Fox (Ritchie Jackson), Cyril Luckham (Minister), Michael Newport (Patrick Laker)

Regie: Sidney J. Furie

Stab: • Produzenten: Brad Drexter für Sinatra Enterprises / Warner Bros. • Drehbuch: Stanley Mann • Vorlage: Roman von Francis Clifford • Filmmusik: Harry Sukman • Kamera: Otto Heller • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Barrie Vince • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Nach einem Roman von Francis Clifford drehte Action-Spezialist Sidney J. Furie ("Der stählerne Adler", "Superman IV") einen ungewöhnlichen, atmosphärisch dichten Agententhriller. Die Handlung spielt zum größten Teil im sozialistischen Leipzig. Furie ließ die Kulisse in England nachbauen und entwarf eine städtische Trümmerlandschaft, die den pessimistischen Ton des Films noch unterstreicht. "Der Mann am Draht" - das ist der Einzelne, der sich ohnmächtig in den Netzen einer allgegenwärtigen, skrupellosen Geheimdienstmafia verfängt.

Süddeutsche Zeitung: Das Schicksal eines ehemaligen, über der Zeit längst ehrbar gewordenen Agenten, hat Regisseur Sidney J. Furie so knallhart und gradlinig, knapp und ohne moralische Sentiments inszeniert, dass dieser Film ... äußerst spannend ist.

Filmbeobachter: Anspruchsvoller Spionage-Thriller, der auch durch die schauspielerische Präsenz von Frank Sinatra weit über James Bond und ähnliche Produktionen hinausragt.

Lexikon des internationalen Films: Mäßig spannender, verworrener Agentenfilm, der durch sein verzeichnendes DDR-Bild auffällt.

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