Ein Bandit zum Küssen

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Ein Bandit zum Küssen
Titel USA: The Kissing Bandit
Genre: Musical
Farbe, USA, 1948

TV-Premiere: 1996-04-28 (WDR)
Laufzeit TV: 96 Minuten



Szenenfoto Ricardo, ein schüchterner und eher ängstlicher, dafür aber braver Jungmann aus Boston bricht in den Wilden Westen nach Kalifornien auf, um die Geschäfte seines verstorbenen Vaters zu übernehmen - doch der führte ein Doppelleben, war ein verwegener Haudegen und Bandit.

Ricardo ahnt deshalb nicht, dass der vermeintlich ehrenhafte, wenn auch geschäftsuntüchtige Hotelier in Wirklichkeit der legendäre "küssende Bandit" war - ein tollkühner Outlaw, der seine bevorzugt weiblichen Opfer mit schier unvergeßlichen Küssen über ihre herben Verluste hinwegzutrösten pflegte.

Sein Sohn Ricardo freilich zieht einen solideren Broterwerb vor und denkt eher ans Hotelgewerbe. Die darob geschockte und frustrierte Bande seines Vaters unter der kommissarischen Leitung von Chico kürt das Greenhorn zum neuen Boss und zwingt - führerlos geworden - den aus der Art geschlagenen Junior mit List, Tücke und sanfter Gewalt ins Abenteuer.

Sein erstes Opfer in der neuen Rolle als Bandenchef ist ausgerechnet die Gouverneurstochter - die Schönheit und Anmut der liebreizenden Teresa verschlägt dem "küssenden Banditen jr." schier den Atem, dass er gar das Küssen vergißt. In Liebe entflammt, wird Ricardo zu einem ganzen Mann.

Mutig und schlau wie ein Fuchs hilft er als falscher spanischer Grande und Steuereintreiber unter Lebensgefahr seinem potentiellen Schwiegervater Don José aus der Klemme und bereitet sich selbst das größte Glück.


SzenenfotoDarsteller: Frank Sinatra (Ricardo), Kathryn Grayson (Teresa), J. Carrol Naish (Chico), Mildred Natwick (Isabella), Mikhail Rasumny (Don José), Billy Gilbert (General Torro), Sono Osato (Bianca), Ricardo Montalban (Fiesta-Tänzer), Cyd Charisse (Fiesta-Tänzerin), Ann Miller (Fiesta-Tänzerin)

Regie: Laslo Benedek

Stab: • Produzenten: Joe Pasternak für MGM • Drehbuch: Isobel Lennart, John Briard Harding • Vorlage: - • Filmmusik: George Stoll, Albert Sendrey, Scott Bradley, André Previn • Kamera: Robert Surtees • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Adrienne Fazan • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Choreographie: Stanley Donen •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Ein absonderliches Western-Kostüm-Musicals über den unfreiwilligen Aufstieg eines ehrbaren Städters zum gefeierten Räuber und Volkshelden.

Lexikon des internationalen Films: Eine weitgehend mißratene musikalische Komödie.


SzenenfotoBemerkungen

Als "Kissing Bandit" erlebte Frank Sinatra, das Teenager-Gesangsidol der 40er Jahre, einen der größten Flops seiner Filmkarriere. Es war eine mexikanische "Scarlet Pimpernel"-Variante, die Sinatra in ungewohnten Verkleidungen präsentierte, zu ungelenken Aktionen zwang und seine Fans mit - immerhin! - einer Reihe romantischer Serenaden versöhnte.

Eine in letzter Minute von Stanley Donen choreographierte Tanzeinlage des Startrios Cyd Charisse, Ann Miller, Ricardo Montalban mit dem vielversprechenden Titel "Dance of Fury" konnte die vergnügliche Katastrophe zusätzlich abmildern.

Sinatra-Tochter Nancy in ihrer Biographie und Liebeserklärung "My Father" über den Film: "Ich besuchte Dad während der Aufnahmen. Er hatte ein phantastisches, mit Perlen besticktes Kostüm an. Für mich war er damals der schönste Mann der Welt. Mein Vater mag über diesen Film seine Witze machen. Ich finde ihn großartig. Und schließlich hat er auch einigen Kritikern gefallen."

Dirk Jasper FilmLexikon
© 1994 - 2010 Dirk Jasper