Caligula - Aufstieg und Fall eines Tyrannen

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Caligula - Aufstieg und Fall eines Tyrannen
Titel USA: Caligula
Titel Italien: Io, Caligola
Titel England: Caligula, My Son
Genre: Erotik-Drama
Farbe, USA, 1979, FSK 18

Kino Deutschland: 1980-04-25
Wiederaufführung: 1998-01-15
Laufzeit Kino: 150 Minuten
Kinoverleih D: Paul-Heinz Knipp-Film

Videocover
Videocover Video Deutschland: Ja
Laufzeit Video: 146 Minuten
Anbieter:

DVD Deutschland: Ja
Laufzeit DVD: 146 Minuten
Anbieter:



Szenenfoto Rom im Zeitalter der Caesaren, im Jahre 37 n. u. Z.: Kaiser Tiberius, Nachfolger des beim Volk so populären Imperators Augustus, hält die Macht in den Händen, ein 77jähriger Mann, Alkoholiker und von der Syphilis gezeichnet, der seit zehn Jahren nicht mehr in Rom lebt, sondern sich nach Capri zurückgezogen hat.

Tiberius steht vor der Frage, seine Nachfolge regeln zu müssen. Er entscheidet sich für den 24jährigen Caligula. Aufgeschreckt, aber auch begierig auf alles, was ihn erwartet - denn Rom ist voller Gerüchte - begibt sich Caligula nach Capri und erhält hier einen ersten Eindruck von der unbeschränkten Willkür und Macht des Kaisers.

Zunächst gewinnt Caligula, der neue Kaiser, die Gunst der öffentlichen Meinung durch eine Generalamnestie. "Wir beginnen ein neues Zeitalter", proklamiert er vor dem Senat. "Die alten Dinge sind vergessen."

Doch die ersten Zeichen des Wahnsinns zeigen sich bald. Seine Befehle und Handlungen werden sinnloser und brutaler. Sein einziger Vertrauter - sieht man von seiner abgöttisch geliebten Schwester Drusilla und Caesonia ab - wird sein Araberhengst Incitatus, der sogar in seinem Bett schläft.

Caligula proklamiert sich zum Gott und füllt die leere Staatskasse auf, indem er die Frauen und Töchter der Senatoren zur öffentlichen Prostitution zwingt. Schließlich geht er dazu über, die Senatoren selbst zu liquidieren - und das besiegelt sein Schicksal. Zum neuen Kaiser wird der unwichtige, stumpfsinnige Claudius ausgerufen ...


SzenenfotoDarsteller: Malcolm MacDowell (Caligula), Peter O'Toole (Kaiser Tiberius Cäsar), Teresa Ann Savoy (Drusilla), Helen Mirren (Caesonia), John Gielgud (Nerva), Guido Mannari (Macro), Giancarlo Badessi (Claudius), Bruno Brice (Gemellus), Adriana Asti (Ennia), Leopoldo Trieste (Charicles), Anneka DiLorenzo (Messalina), Lori Wagner (Agrippina)

Regie: Tinto Brass

Stab: • Produzenten: Bob Guccione, Franco Rosselli für Bob Guccione / Penthouse Films • Drehbuch: Giancarlo Lui, Bob Guccione, Gore Vidal, Tinto Brass • Vorlage: - • Filmmusik: Paul Clemente • Kamera: Silvano Ippoliti, Tinto Brass • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Danilo Donati • Schnitt: Nino Baragli • Kostüme: Danilo Donati • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Lexikon des internationalen Films: Die Grausamkeiten und Orgien des größenwahnsinnigen römischen Kaisers Caligula als Handlungsmaterial für ein üppiges, spekulatives Sittengemälde voller Sex, Gewalt und Sadismus. Möglicherweise hatte Regisseur Tinto Brass eine weniger triviale Aufarbeitung des Stoffes im Sinn; jedenfalls konnte er von seinen Ambitionen nichts in den Film hinüberretten - zumal die Endfassung von den Produzenten eigenmächtig verändert und verstümmelt wurde.


SzenenfotoBemerkungen

Die Produzenten versuchten mit Akribie, die Exzesse und Extravaganzen von Caligula einzufangen. Sie verpflichteten den Oscar-Gewinner Danilo Donati, das Genie hinter den Bauten in Fellinis Filmen, um das Gesicht von Caligulas Rom zu rekonstruieren.

Er entwarf die größte Atelier-Dekoration, die je für einen Spielfilm errichtet wurde: Ein Boot, mit Blattgold verziert, über 30 m lang und 5 m hoch, geschmückt mit mehr als 100 sorgfältig gebauten Statuen und 120 Rudern. Dieses Boot sollte niemals segeln, es diente als kaiserliches Bordell in Caligulas Palast, wo er die Frauen und Töchter seiner Senatoren feilboot.

Eine weitere hervorragende Dekoration von Donati war der Nachbau des Privat-Stadions von Kaiser Caligula. In diesem Stadion befand sich eine bewegliche gigantische "Tötungsmaschine". Nach Ansicht von Historikern entwarf Caligula diese Maschine, um sich seiner Feinde auf eine einzigartige und bizarre Art und Weise zu entledigen.

Dirk Jasper FilmLexikon
© 1997 Paul-Heinz Knipp-Film © 1994 - 2010 Dirk Jasper