Bobby Cooper fährt mit seinem Wagen
über eine gottverlassene Landstraße. Es geht ihm gut. Und
warum auch nicht? Schließlich ist er auf dem Weg nach Las
Vegas und kann endlich seine Schulden bezahlen.
Russische Geldeintreiber waren ihm auf den Fersen. Doch all das liegt jetzt hinter ihm. Aber wie das Leben nun einmal so spielt, gerade wenn man denkt, man hat es geschafft, passiert etwas. Es ist schwer zu glauben, wozu ein kaputter Kühlerschlauch führen kann ... Ein verzweifelter Mann und seine
indianische Frau, die Hitze und eine Kleinstadt in Arizona
verwickeln einen gestrandeten Spieler in ein tödliches Spiel
um Lust, Wahnsinn und Geld. Darsteller: Sean Penn (Bobby Cooper),
Jennifer Lopez
(Grace McKenna), Nick
Nolte (Jake McKenna), Powers Boothe (Sheriff Virgil Potter),
Claire Danes (Jenny),
Joaquin Phoenix (Toby N. Tyler), Billy Bob Thornton (Darrell),
Jon Voight, Liv Tyler, Abraham Benrubi,
Julie Hagerty, Bo Hopkins, Valery Nikolaev
Regie: Oliver Stone Stab: • Produzenten:
Dan Halsted, Clayton Townsend für Phoenix Pictures / Illusion
/ Clyde Is Hungry Film • Drehbuch: John Ridley •
Vorlage: Roman "Stray Dogs" von John
Ridley • Filmmusik: Ennio Morricone •
Kamera: Robert Richardson • Spezialeffekte: - •
Ausstattung: Victor Kempster • Schnitt: Hank Corwin, Thomas
J. Nordberg • Kostüme: Beatrix Aruna Pasztor •
Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - •
Stunts: - • Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Oliver Stone hat ein beeindruckendes Schauspieler-Ensemble zusammengestellt, um seine verrückte, kleine Stadt zu bevölkern: Sean Penn, Nick Nolte, Jennifer Lopez, Claire Danes, Joaquin Phoenix, Billy Bob Thornton, Powers Boothe und Jon Voight. Entstanden ist ein provokanter, boshafter Thriller voller Sex, Mord, Betrug und schwarzem Humor. Cinema 04/1998: Für zwei Stunden entsagt Oliver Stone der Politik und läßt Sean Penn in einem Wüstenkaff Schaden an Leib und Seele nehmen. So brutal wie witzig.
TV Movie 09/1998: Nach Dreistündern voller Verschwörungstheorien ("JFK") gönnt Oliver Stone dem Zuschauer Ferien für Hintern und Hirn, aber nichts fürs Auge: Ständig springen, flimmern, verzerren sich die Bilder, die Schnitte kommen im Herzrhythmus. So läßt die Kamera Bobbys Pillenflashs, Angst, Geilheit und die Hitze hautnah mitfühlen. Der Abend mit "U-Turn" wird teuer: 12 Mark fürs Kino, 20 Mark für den Durst danach. film-dienst 08/1998: Ein furios zusammengestückeltes Porträt aus den Fugen geratener Charaktere, das schamlos Fetzen aus Kino- und Literaturgeschichte ausbeutet und schließlich in dem schon genreüblichen Blutbad endet, ohne Belangvolles mitgeteilt zu haben.
TV Today 09/1998: Mit kräftigen Anleihen bei "Red Rock West" macht Oliver Stone die Biege - und läßt die Stars ins Leere laufen. Die Woche 24.04.1998: Diese
Mischung aus "Wenn der Postmann zweimal klingelt" und "Red Rock
West" gewinnt dem Genre keine tief schürfenden neuen
Erkenntnisse über die tödlichen Zusammenhänge von
Hitze, Sex und Geld ab. Doch obwohl Stone auch bei diesem
tendenziell amoralischen Thema nicht ohne zivilisationskritischen
Mystizismus auskommt, gewährleisten die superben Leistungen
seiner Akteure, die genügend ironische Distanz zu den
bekannten Rollenklischees entwickeln, dass selbst eingefleischte
Stone-Hasser bis zum angenehm überraschenden Ende aufs Feinste
unterhalten werden.
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Bobby Cooper fährt mit seinem Wagen
über eine gottverlassene Landstraße. Es geht ihm gut. Und
warum auch nicht? Schließlich ist er auf dem Weg nach Las
Vegas und kann endlich seine Schulden bezahlen.
Darsteller:
Filmkritiken
Spiegel Kultur
04/1998: Oliver Stones neuer Film ist wieder äußerst
manisch amerikanisch.
TV Spielfilm
09/1998: Film noir mit einem glänzenden Sean Penn - aber
Regie-Exzentriker Stone überzeugt gnadenlos.