"Der Gejagte" ist die Verfilmung des gleichnamigen 89er
Erfolgsromans von Russel Banks. Wer bei dem Gejagten wegen des
Titels auf spannende Action hofft, wird bitter enttäuscht
werden. Denn obwohl die Hauptfigur Wade Whitehouse, gespielt von
Nick Nolte, versucht einen mysteriösen Jagdunfall, bei dem ein
einflußreicher Gewerkschaftsboss zu Tode kam,
aufzuklären, kommt keine Spannung auf.
Wade ist Sheriff in dem Kaff Lawford, New Hampshire. Viel mehr als den kaum vorhandenen Verkehr zu regeln gibt es nicht zu tun. Denn in Lawford ist man verdammt nah am Ende der Welt. Das kleine Örtchen hat seine Blütezeit, so es denn je eine hatte, schon längst hinter sich. Wer konnte, ist weggezogen. So auch Wades Ex-Frau Lilian mit der gemeinsamen Tochter Jill. Ebenso sein Bruder Rolfe (William Dafoe), der gleichzeitig als Erzähler fungiert. Wade ist ein Looser, wie er im Buche steht. Da sein Gehalt als Ortspolizist nicht ausreicht, erledigt er Gelegenheitsjobs für Gordon LaRievere, dem prominentesten Bürger des Städtchens. Das heißt, wenn er sich nicht gerade mal wieder maßlos betrinkt. Seine Freizeit verbringt er mit Margie Fogg alias Sissy Spacek. Wenn er mit ihr zusammen ist, träumt er davon sein Leben wieder in Griff zu bekommen und z.B. das Sorgerecht für seine Tochter wiederzuerhalten. Hin und wieder sieht er auch bei seinem Vater (James Coburn) vorbei um nach dem Rechten zu sein. Sein alter Herr ist schon seit Jahren ein schwerer Alkoholiker und hat Wade und Rolfe immer das Leben schwer gemacht. Alles im allem versucht Wade mühsam sein verkorkstes Leben durchzustehen. Als eines Tages in dem kleinen Örtchen der Gewerkschaftsboss Twombley bei einem Jagdunfall ums Leben kommt, schmiedet er eine Verschwörungstheorie. Er verdächtig LeRievere und Twombleys Schwiegersohn. Beide sollen den Jagdbegleiter Jack, Wades besten Freund, beauftragt haben, den Gewerkschafter umzubringen. Die Situation spitzt sich zu, als Wade seine Verdächtigungen lauthals verkündet ... Der Film ist weniger ein Kriminalstück, als das Porträt eines Mannes, der immer nur der Looser war und sich nun in eine gewagte Theorie immer mehr hineinsteigert. Die Thematik, die ansich nicht so uninteressant ist, wird äußerst zäh und extrem langweilig präsentiert. Wenn der Roman genauso sein sollte (ich habe ihn nicht gelesen), frage ich mich wie er zu so einem großen Erfolg kommen konnte. "Der Gejagte" ist der erste Film bei dem ich wirklich überlegt habe, ob ich nicht einfach mittendrin rausgehen sollte. Dieser Film ist die reinste Qual. Einzig die wirklich guten Schauspieler machen den miesen Eindruck ein bißchen wett. Leider eine Vergeudung ihrer Talente. Das eigentliche Talent von Regisseur Paul Schrader scheint mir denn auch eher bei seinen Künsten als Drehbuchautor zu liegen. Unter anderem lieferte er zu "Yakuza", "Taxi Driver" und "American Gigolo" die Drehbücher. Bei letzterem führte er auch die Regie. Das Werk aus dem Jahre 1980 ist aber sein einziger wirklich großer Erfolg als Regisseur gewesen. Fazit: Absolut langweilige Psychostudie 2 von 10 verschneiten
Käffern
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"Der Gejagte" ist die Verfilmung des gleichnamigen 89er
Erfolgsromans von Russel Banks. Wer bei dem Gejagten wegen des
Titels auf spannende Action hofft, wird bitter enttäuscht
werden. Denn obwohl die Hauptfigur Wade Whitehouse, gespielt von
Nick Nolte, versucht einen mysteriösen Jagdunfall, bei dem ein
einflußreicher Gewerkschaftsboss zu Tode kam,
aufzuklären, kommt keine Spannung auf.