Marius & Jeannette - Eine Liebe in Marseille

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Marius & Jeannette - Eine Liebe in Marseille
Titel Frankreich: Marius & Jeannette
Genre: Lovestory
Farbe, Frankreich, 1996

Kino Deutschland: 1998-01-29
Laufzeit Kino: 102 Minuten
Kinoverleih D: Arsenal Film



Szenenfoto Marius ist Wachmann in einer riesigen stillgelegten Zementfabrik, die kurz vor dem Abriß steht. Er ist ein ruhiger und wortkarger Mann. Die ebenso wortgewandte wie vorwitzige Jeannette ist alleinerziehende Mutter, die ihre beiden Kinder Magali und Malek mit dem mageren Gehalt einer Kassiererin großzieht.

Sie lebt zusammen mit ihren Nachbarn Monique, Dede, Justin und Caroline in einem kleinen Haus mit einem typisch mediterranen Innenhof. Wir befinden uns in Estaque, einem Marseiller Stadtteil, nicht mehr als ein kleiner Hafen, ein paar heruntergekommene Fabriken und ein Gewirr schmaler, staubiger Gassen und kleiner, bunter Häuser.

Die erste Begegnung zwischen Marius und Jeannette steht unter keinem guten Stern, denn der Wachmann erwischt Jeannette dabei, wie sie versucht, in der Fabrik zwei Eimer Farbe für ihr Haus zu stehlen. Doch als am nächsten Tag Marius ganz plötzlich vor Jeannettes Türe steht, in den Händen die Farbkübel und auf den Lippen die fadenscheinigste Ausrede, die man sich denken kann, ist dies der Anfang einer schönen Liebesgeschichte.

Die Liebe zwischen Marius und Jeannette ist stärker als alle Probleme, als die Einsamkeit und die schmerzlichen Erfahrungen, die beide schon gemacht haben. Sie verzaubert die Welt um Marius und Jeannette herum und das Happy-End scheint unausweichlich.

Doch Marius, der Jahre zuvor Frau und Kinder durch einen tragischen Autounfall verloren hatte, glaubt, für eine neue Beziehung nicht stark genug zu sein, und zieht sich wieder in seine selbstgewählte Einsamkeit zurück. Es bedarf der gemeinsamen Anstrengung von Jeannettes Nachbarn, um Marius zurückzuholen ...


SzenenfotoDarsteller: Gerard Meylan (Marius), Ariane Ascaride (Jeannette), Pascale Roberts (Caroline), Jacques Boudet (Justin), Frederique Bonnal (Monique), Jean-Pierre Darroussin (Dede), Laetitia Pesenti (Magali), Miloud Nacer (Malek), Pierre Banderer (Monsieur Ebrard)

Regie: Robert Guediguian

Stab: • Produzenten: Malek Hamzaoui für AGAT Films • Drehbuch: Robert Guediguian, Jean-Louis Milesi • Vorlage: - • Filmmusik: Jacques Menichetti, Jean-Louis Milesi • Kamera: Bernard Cavalie • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Karim Hamzaoui • Schnitt: Bernard Sasia • Kostüme: - • Make Up: Maite Alonso • Ton: Laurent Lafran • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

Dirk Jasper FilmLexikon: Robert Guediguians Film ist nicht nur eine der schönsten Liebesgeschichten der Saison, sondern mit über 1 Million Zuschauern in Frankreich einer der erfolgreichsten Filme in Frankreich.

film-dienst 02/1998: Eine überzeugende Balance aus der realistischen Darstellung der Lebensumstände in dem Arbeiterviertel, ironisch gebrochenen politischen Diskursen und einer fast operettenhaften Stilisierung der nachbarschaftlichen Verhältnisse wie auch der mit Leichtigkeit erzählten Liebesgeschichte. Die mitunter recht schlichten formalen Mittel mindern den Gesamteindruck geringfügig. - Sehenswert.

Die Woche 1999-01-30: Proletarische Lovestory zwischen einer arbeitslosen Kassiererin und einem Fabrikwächter. Angelehnt an das brititsche Sozial-Kino, leidet der Film unter der gestelzten Synchronisation.

TV Today 03/1998: Die mißratene Synchronisation beraubt den Film seines größten Trumpfs: des Lokalkolorits.

TV Spielfilm 03/1998: Ungewöhnliche Marseille-Liebesgeschichte.

Cinema 02/1998: Arbeiter-Liebe für Arme.

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