Gerhard Heeke über Das Trio

Szenenfoto "Das Trio" besteht aus dem schwulen Taschendiebpärchen Zobel (Götz George) und Karl (Christian Redl), sowie aus Zobels Tochter Lizzi (Jeanette Hain). Zwischen Zobel und Karl kommt es zu Spannungen, die Liebe der beiden ist nicht mehr taufrisch. Da verunglückt Karl. Die Masche des Teams funktioniert aber nur zu dritt. So heuert man den jungen Rodolf (Felix Eitner) an. Dies verkompliziert aber die Lage nur noch mehr, denn sowohl Zobel als auch Lizzi haben sich in den jungen Mann verknallt.

Soweit die Theorie. Was sich dort noch einigermaßen interessant anhört wurde dramaturgisch schlecht von der Regisseurin Hermine Huntgeburth umgesetzt. Der Film ist langweilig und kommt nicht in Fahrt. Außerdem weiß man nie, wo der Streifen mit einem hin will oder was er denn nun erreichen möchte. Bei einem Film über Taschendiebe wären vielleicht auch ein paar effektvolle Taschendiebtricks gut gekommen, aber leider auch hier vollkommene Fehlanzeige. Die Story weist allerdings einige Lücken und unglaubwürdige Dialoge auf. Dafür ist die Sprache auf tiefem "Niveau" und es gibt zahlreiche eindeutige Szenen. Das ist einfach nur platt.

Bei den Schauspielern haben mir vor allem Jeanette Hain und Christian Redl gefallen. Aber weder sie noch Götz George können diesen Film retten.

All das Schlechte, was lange Jahre einen deutschen Film so auszeichnete taucht hier wieder auf. Als ob es die Leichtigkeit, den Witz der anderen Produktionen neueren Datums nie gegeben hätte.

Die Musik wurde auf Hittauglichkeit hin zusammen kompiliert. Trotzdem ist nichts dabei, was man unbedingt haben müßte.

Fazit: Ärgerlich! Schade ums Kinogeld!

2 von 10 Elstern

© Gerhard Heeke © 1994 - 2010 Dirk Jasper