Niemand kennt seine Identität, sein Ziel oder gar seinen Zeitplan. Doch als der Schakal für ein Kopfgeld von 70 Millionen Dollar angeheuert wird, um öffentlich eine der prominentesten Polit-Persönlichkeiten der Welt zu töten, setzen die Geheimdienste zweier Regierungen alles daran, das Attentat zu verhindern.
Ihre Chancen: dürftig. Der Killer ist zu schnell, zu wandlungsfähig, zu kaltblütig. Wo immer der FBI-Mann Preston und seine russische Kollegin Valentina bei der globalen Hatz hinkommen, finden sie nur blutige Spuren.
Ihre einzige Hoffnung: Jemand, der politisch motivierte Gewalt aus erster Hand kennt und den Schakal womöglich identifizieren kann. Ein Mann wie der zu lebenslanger Haft verurteilte Ex-Terrorist Declan Mulqueen. Er gibt sein Wort, das FBI zu unterstützen, anstatt bei erstbester Gelegenheit zu flüchten. Mehr nicht.
Doch schon bald gerät Mulqueens große Liebe, die Baskin Isabella, zwischen die Fronten. Jetzt wird die Jagd persönlich. Der Schakal ist amüsiert. Die Uhr tickt unerbittlich. Und dann blitzt in Washington plötzlich Mündungsfeuer auf ...
Filmkritiken
Filmkritik von Ernst Corinth
Filmkritik von Gerhard Heeke
film-dienst 05/1998: Die ambitionslose Neuverfilmung eines bereits 1972 von Fred Zinnemann adaptierten Romans von Frederick Forsyth wartet zwar mit zwei Superstars und vielen modischen Effekten auf, vermag aber seiner Vorlage keinerlei neue Facetten abzugewinnen. Im Gegenteil: Die Neuinszenierung fällt in jeder Hinsicht ab.
TV Movie 06/1998: Bruce-Willis-Fans dürfte das Herz höher schlagen: Selten hat sich der Hollywood-Held so wandlungsfähig präsentiert. Mit seinen rollenbedingten Tarnungs-Intermezzi (u. a. als Pauschaltourist, tumber Redneck und schwuler Softi) spielt er die graue Maus Richard Gere glatt an die Wand. Das auf die 90er Jahre zurechtgetrimmte Drehbuch hat solche Überraschungen leider nicht zu bieten. Einmal mehr ist die Russen-Mafia der urheber alles Bösen. Immerhin - die junge Kinogeneration, die das Zinnemann-Original nicht mehr kennt, wird hier ganz annehmbar unterhalten.
TV Today 06/1998: Die paar guten Radauszenen wirken inmitten des dramaturgischen Wirrwarrs wie unerwünschte Zwischenfälle.
TV Spielfilm 06/1998: Streckenweise spannendes Remake, das aber an keinem Klischee vorbeikommt.
Cinema 03/1998: Mittelprächtiges Remake eines großartigen Thrillers.