In einer stürmischen Nacht im Sommer 1839
vor der Küste Kubas: 53 Schwarzafrikaner, gefangengehalten in
den überfüllten Laderäumen des spanischen
Sklavenschiffs "La Amistad", befreien sich von ihren Fesseln.
Angeführt von Cinque bewaffnen sie sich, übernehmen die
Kontrolle des Schiffs und erkämpfen sich damit ihre Freiheit
zurück. Sie haben ein einziges Ziel: Ihre Heimat
Afrika.
Sie haben jedoch nicht die nötigen Navigationskenntnisse, um sicher nach Hause zu finden. Und so müssen sich die Afrikaner auf die beiden Überlebenden der spanischen Besatzung verlassen - und werden überlistet. Nach zwei Monaten rauher Fahrt entlang der US-Ostküste wird die "Amistad" von einem US-Schiff vor der Küste von Connecticut abgefangen. Die Afrikaner werden wegen Mordes an der Besatzung vor Gericht gestellt.
Der Verfechter der Sklaverei, Präsident Martin van Buren, will für eine weitere Amtsperiode gewählt werden und würde die illegal nach USA eingeschleusten Afrikaner opfern, um die Wählerstimmen der Südstaaten für sich zu gewinnen und gleichzeitig Königin Isabella von Spanien zufriedenzustellen. Seinen Plänen steht jedoch der Ex-Präsident John Quincy Adams entgegen, der sich aus dem Ruhestand zurückmeldet, um die Afrikaner vor dem Obersten Bundesgericht der USA zu verteidigen. Dieser Fall bringt die
Grundfesten des US-Rechtssystems ins Wanken - für die
angeklagten Afrikaner ist es jedoch keine Frage von Politik oder
Ideologie. Es geht um ein Grundrecht aller Menschen:
Freiheit! Darsteller: Morgan Freeman (Theodore
Joadson), Nigel Hawthorne (Martin van Buren), Anthony Hopkins (John
Quincy Adams), Djimon Hounsou (Cinque), Matthew McConaughey (Roger
Baldwin), David Paymer (Staatssekretär Forsyth), Pete
Postlethwaite (Holabird), Stellan Skarsgard (Lewis Tappan), Razaaq
Adoti (Yamba), Abu Bakaar Fofanah (Fala), Anna Paquin (Königin
Isabella), Tomas Milian (Calderon), Chiwetel Ejifor (Ensign Covey),
Derrick N. Ashong (Buakei), Geno Silva (Ruiz)
Regie: Steven Spielberg Stab: • Produzenten:
Steven Spielberg,
Debbie Allen, Laurie
MacDonald, Colin Wilson für Dreamworks Pictures •
Drehbuch: David Franzoni • Vorlage: Historischer Roman "Schwarze
Meuterei" von William A. Owens; Roman "Amistad" von Alexs Pate
• Filmmusik: John Williams •
Kamera: Janusz Kaminski • Spezialeffekte: - •
Ausstattung: Rick Carter • Schnitt: Michael Kahn •
Kostüme: Ruth E. Carter • Make Up: - • Ton: -
• Toneffektschnitt: - • Stunts: - • Filmkritiken
TV Movie 05/1998: Passend zum finsteren Thema drehte Steven Spielberg sein moralisch hochkorrektes Drama in düsteren Farben. Wie immer nutzt er dabei alle denkbaren dramaturgischen Mittel - bis an die Grenze zum tränenreichen Pathos. Aber mit genau diesem Gefühls-Mainstream brachte Spielberg ja auch "Die Farbe Lila" und "Schindlers Liste" Leuten nahe, die sich sonst wenig für historische "Roots" interessieren. Und das ist bei aller Melodramatik ein echtes Verdienst. film-dienst 04/1998: Steven Spielberg hat das Geschehen getreu den historischen Fakten als filmische Rekreation der Prozesse und der Ereignisse auf den Sklavenschiffen inszeniert. Trotz einiger effektbetonter Szenen ein bemerkenswert an der humanitären Grundidee orientierter Film von dramatischer Kraft und überzeugender Darstellung. - Sehenswert ab 16.
TV Spielfilm 05/1998: Elegant gefilmtes Plädoyer für die Menschenwürde - von Hollywoods personifiziertem Gewissen. Cinema 03/1998: Leider nur
mittelprächtig: Spielbergs Sklavendrama.
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In einer stürmischen Nacht im Sommer 1839
vor der Küste Kubas: 53 Schwarzafrikaner, gefangengehalten in
den überfüllten Laderäumen des spanischen
Sklavenschiffs "La Amistad", befreien sich von ihren Fesseln.
Angeführt von Cinque bewaffnen sie sich, übernehmen die
Kontrolle des Schiffs und erkämpfen sich damit ihre Freiheit
zurück. Sie haben ein einziges Ziel: Ihre Heimat
Afrika.
Zu
Beginn werden die Afrikaner von den Abolitionisten Theodore Joadson
und Lewis Tappan sowie von einem jungen Immobilien-Anwalt namens
Roger Baldwin verteidigt. Je mehr sich der Fall jedoch zum Symbol
einer gespaltenen Nation entwickelt, desto verbissener kämpfen
zwei große Amerikaner um ihren Standpunkt.
Darsteller:
Filmkritiken
TV Today
05/1998: Steven Spielberg, sonst ein begnadeter
Gefühlsmanipulator, drehte den statischsten Film seiner
Karriere. Seine guten Schauspieler Anthony Hopkins, Morgan Freeman
und Djimon Hounsou verkauft er unter Wert - Matthew McConaughey
kann's nicht besser. Fazit: Spielbergs bisher schlechtester Film
hieß "Always". Dieser ist Always ultra.