Gerhard Heeke über Flubber

"Flubber" ist grün. Flubber ist glibberig. Und Flubber hat eine Seele.

Professor Brainard ist ein Genie. Professor Brainard ist unglaublich schusselig. Und Professor Brainard ist unsterblich verliebt.

Bedauerlicherweise steht ihm seine Schusseligkeit immer im Weg. So hat er den Termin seiner eigenen Hochzeit mit der College Direktorin Sara Jean Reynolds (Marcia Gay Harden) schon zweimal vergessen. Heute soll er um halb sieben eine dritte und letzte Chance erhalten. Aber dummerweise ist seine Roboterassistentin Weebo etwas eifersüchtig auf Sara. So ist seine technische Assistentin leider nicht sehr hilfreich bei der Terminerinnerung. Kurz gesagt, der gute Professor vergißt über seine Experimente auch diesmal wieder seine Hochzeit. Dies ist Sara dann doch zuviel des guten und sie freundet sich mit Brainards Konkurrenten Wilson Croft (Christopher McDonald) an. Der Professor ist derweilen frohen Mutes, hat er doch Flubber - Flying Rubber - entdeckt. Das Zeug, eine Mischung aus Wackelpeter und Gummibärchen, hat phantastische Fähigkeiten. Kaum klebt es irgendwo dran, können die Sachen fliegen und titschen wie wild durch die Gegend. Das ist auch Brainards größtes Problem. Einmal losgelassen, ist Flubber kaum zu zähmen. Dabei müßte er Flubber innerhalb weniger Tage zur Marktreife bringen, denn das College an dem er arbeitet soll geschlossen werden und bräuchte dringend das Geld damit es weiterbestehen kann. Aber auch ein paar Ganoven haben es auf Flubber abgesehen ...

"Flubber" ist ein Remake der amerikanischen Komödie "Der fliegende Pauker" mit Fred MacMurray von 1961. Und dies merkt man dem Film auch deutlich an. Die Story ist reichlich angestaubt. Die Charaktere haben den Zeitsprung in die neunziger nicht verkraftet. Die exzellente Tricktechnik kann darüber kaum hinwegtäuschen. Die Probleme sind nicht mehr unbedingt zeitgemäß und es ist schon erstaunlich, dass der Professor die sozialen Eigenschaften von Flubber überhaupt nicht beachtet. Aber was solls, es ist ja nur ein Film. Und der soll den Zuschauer unterhalten, was ihm auch leidlich gelingt. Das "Flubber"zeug ist niedlich, die Roboterassistentin Weebo zum schießen und es gibt ein paar nette Running Gags. Aber ansonsten sind die Dialoge, das Salz in einer Komödie, doch eher sparsam.

Für die Schauspieler bietet der Film wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Dafür ist der Film denn dann doch etwas zu flach. Gerade mal die Rolle von Brainard ist etwas besser ausgestaltet. So ist denn auch die Leistung von Robin Williams zwar ansprechend, aber nicht oscarverdächtig.

Fazit: Harmloser Spaß. Ganz nett

6 von 10 Waldmeisterwackelpuddingessern

Dirk Jasper FilmLexikon
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