Wenn der Postmann gar nicht klingelt

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Wenn der Postmann gar nicht klingelt
Titel Norwegen: Junk Mail
Genre: Komödie
Farbe, Norwegen, 1997, FSK 12

Kino Deutschland: 1998-04-16
Kino Norwegen: Februar 1997
Laufzeit Kino: 81 Minuten
Kinoverleih D: Jugendfilm



Szenenfoto Angestellter des Monats wird der Postbote Roy nimmermehr. Er wirft die Post nicht in die Briefkästen, sondern lieber in den Müll, und nimmt am Leben anderer Leute teil, indem er deren Briefe öffnet und liest.

Roy haust in einem heruntergekommenen Apartment mit nervigen Nachbarn - und eine Dose kalte Spaghetti darf als Höhepunkt des Tages gewertet werden.

Szenenfoto Das ändert sich, als die schwerhörige Line ihren Schlüsselbund am Briefkasten hängen läßt. Roy zögert nur kurz, bevor er den Schlüssel an sich nimmt und in Lines Apartment eindringt. Mit dem ersten Schritt über die Türschwelle nimmt sein Leben eine völlig neue Wendung.

Je mehr Roy von Lines Leben erfährt, desto mehr wird er in einen Strudel von Ereignissen gezogen, die weitaus gefährlicher sind als das Lesen fremder Briefe ...


SzenenfotoDarsteller: Robert Skjaerstad (Roy), Andrine Saether (Line), Per Egil Aske (Georg), Eli Anne Linnestad (Betsy), Trond Hovik, Henriette Steenstrup, Adne Olav Sekkelsten, Trond Fausa Aurvaag

Regie: Pal Sletaune

Stab: • Produzenten: Dag Nordahl, Peter Boe • Drehbuch: Pal Sletaune, Jonny Halberg • Vorlage: - • Filmmusik: Joachim Holbek • Kamera: Kjell Vassdal • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Karl Juliusson • Schnitt: Pal Gengenbach • Kostüme: Bente Winther-Larsen • Make Up: - • Ton: Ragge Samuelson, Sturla Einarson • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Regieneuling Pal Sletaune erzählt die Geschichte eines nicht immer angenehmen, aber sympathischen Verlierers, der sich in eine gefährliche Situation begibt, weil er es nicht besser weiß. Dabei erweist sich Sletaune nicht nur als erstklassiger Chronist der Schattenseiten des Lebens in der norwegischen Hauptstadt, sondern auch als handwerklich perfekter Filmemacher. Er versteht es, schwarzen Humor und eine gehörige Portion Spannung in eine Geschichte zu injizieren, die mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks abläuft.

Szenenfotofilm-dienst 06/1998: Eine mit skurrilem Humor gewürzte Tragikomödie mit liebenswerten unkonventionellen Figuren. Die präzise Inszenierung betont trotz aller surrealen Momente immer wieder die Lebensnähe der Geschichte.

Cinema 04/1998: Briefe austragen - ein Scheißjob? Nicht in diesem, vom Geiste Aki Kaurismäkis durchwehten Geheimtip der Krimi und Love-Story gekonnt skurril mixt.

Spiegel Kultur 04/1998: Einer diesen morbiden Geschichten, die einem in der warmen Dunkelheit des Kinos wunderbar gefallen, die man aber nicht überleben würde, wenn man sie erleben müßte.

Die Woche 17/04/1998: Doofer Titel, brillantes Debüt. Ein Film mit Humor.


SzenenfotoBemerkungen

Der Film wurde in Oslo, Norwegen, gedreht, Drehbeginn war im März 1996, rund acht Wochen später fiel die letzte Klappe.

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