Ernst Corinth über Caipiranha

Spielereien mit Namen sind zwar strengstens verboten, aber wenn man knapp 90 Minuten lang von einer Komödie so gequält wird, dann ist eine Ausnahme von der Regel wohl mal erlaubt. Was Regisseur Felix Dünnemann hier inszeniert hat, ist nämlich dünn - o Mann! - dünner geht's nicht. Und selbst für Fans des schönen Ralf Bauer und der noch schöneren ehemaligen Bravo-TV-Moderatorin Jasmin Gerat kaum zu ertragen.

Erzählt wird im Stile einer 50er-Jahre-Klamotte von einem Nachbarschaftszwist zwischen den Familien Wolters und Grabowski, der so ausartet, dass sogar die Katze dran glauben muß und die Kinder der Eheleute fast zu Tode kommen. Dabei entpuppt sich nahezu jeder Gag als Rohrkrepierer, jeder Kalauer hat einen grauen langen Bart, und selbst Schauspieler wie Katharina Thalbach, Rainer Basedow, Christine Kaufmann (und noch der beste vom Quartett:) Thierry van Werveke können dem lahmen Klamauk keine witzige Wendung geben. Optimistisches Resümee: Mit "Caipiranha" hat der deutsche Kinohumor nun den Tiefpunkt erreicht, von nun an geht's wieder bergauf.

Dirk Jasper FilmLexikon
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