The Butcher Boy - Der Schlächterbursche

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: The Butcher Boy - Der Schlächterbursche
Titel USA: The Butcher Boy
Genre: Drama
Farbe, USA, Irland, 1997, FSK 12

Kino Deutschland: 1998-02-26
Laufzeit Kino: 110 Minuten
Kinoverleih D: Warner Bros.

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1998-09-25
Kaufkassette: 1999-03-25
Laufzeit Video: 106 Minuten
Anbieter: Warner Home Video


Szenenfoto Irland zu Beginn der 60er Jahre. Der Vater des zwölfjährigen Francies Brady ist Alkoholiker, die Mutter ein nervliches Wrack. Aus der tristen Realität flüchtet Francie zunehmend in Phantasiewelten.

In der Dauerfehde mit der unausstehlichen Nachbarin Mrs. Nugent kommt es zu offenen Feindseligkeiten, und Francie wird in eine Besserungsanstalt gesteckt.

Als er zurückkommt, ist er der Gemeinschaft völlig entfremdet: Seine Eltern sind gestorben, sein bester Freund will nichts mehr mit ihm zu tun haben.

Francie reagiert mit einer Serie unkontrollierter Ausbrüche, die schockieren, zu Herzen gehen, aber unerwartet auch komisch sind - und dabei der bigotten Selbstgerechtigkeit der provinziellen Kleinstädter den Spiegel vorhalten.


SzenenfotoDarsteller: Eamonn Owens (Francie Brady), Sean McGinley (Sergeant), Peter Gowen (Leddy), Alan Boyle (Joe Purcell), Andrew Fullerton (Phillip Nugent), Fiona Shaw (Mrs. Nugent), Aisling O'Sullivan (Ma Brady), Stephen Rea (Da Brady), John Kavanagh (Dr. Boyd), Rosaleen Linehan (Mrs. Canning), Ian Hart

Regie: Neil Jordan

Stab: • Produzenten: Redmond Morris, Stephen Woolley für Geffen Pictures / Warner Bros. • Drehbuch: Neil Jordan, Patrick McCabe • Vorlage: Roman "Der Schlächterbursche" von Patrick McCabe • Filmmusik: Elliot Goldenthal • Kamera: Adrian Biddle • Spezialeffekte: Peerless Camera Company • Ausstattung: Anthony Pratt • Schnitt: Tony Lawson • Kostüme: Sandy Powell • Make Up: Morag Ross • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •

Foto: Neil Jordan bei den Dreharbeiten


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Aus grimmig-ironische Weise untersucht Oscar-Preisträger Neil Jordan die verstörenden, emotionsgeladenen Kräfte, die einen Jungen innerlich und in seinem sozialen Umfeld aus dem Gleichgewicht werfen: das ungewöhnliche Porträt einer kindlichen Phantasie, die unwiederbringlich zerstört wird.

film-dienst 04/1998: Eine hochsensible Studie über Kindheit und Gesellschaft, katholische Erziehung und die Suche nach Fluchtpunkten der Fantasie. Der virtuos gestaltete Film zeigt die Umgebung seines tragischen Helden weniger als sozialen, denn als emotionalen Umraum und ist in seiner finsteren Märchenhaftigkeit stets auch auf beklemmende Weise komisch. - Sehenswert.

SzenenfotoTV Movie 05/1998: Was ist normal, was psychisch gestört? Dieser Frage spürt Neil Jordan nach, indem er den Zuschauer in die Vorstellungswelt des Jungen Francie einführt - Provinzalltag und Science-fiction, Zeitgeschichte und kindliche Gefühle verschmelzen. Dank des sensationellen Hauptdarstellers ein spannendes, mitunter sogar sehr amüsantes Filmexperiment.

TV Today 05/1998: Respektloser, mitunter irritierend komischer Kinobrocken, der es dem Publikum nicht leichtmacht.

TV Spielfilm 05/1998: Ungewöhnlich, sarkastisch, tragisch - unbedingt ansehen.

SzenenfotoCinema 03/1998: Drama ohne Kompromisse.

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