Er besitzt eine verwegene Ausstrahlung. Er ist ein unmögliches Genie. Er ist der totale Rebell. Es ist schwierig, Will Hunting mit wenigen Worten zu beschreiben. Die ersten zwanzig Jahre seines Lebens hat immer er bestimmt, wo es langgeht. Jetzt trifft er zum ersten Mal auf ein ebenbürtiges Gegenüber.
Wie sein bester Freund Chuckie lebt Will in einem Arbeiterviertel Süd-Bostons, in dem es rauh zugeht. Will, Chuckie und die anderen ernähren sich von Gelegenheitsjobs, wenn sie nicht gerade in den Vorortkneipen herumhängen. Eine Universität sieht Will nur von innen, wenn er für den Hausmeister des Boston-MIT die Flure wischt.
Doch Will verfügt über ein phänomenales fotografisches Gedächtnis und kann passagenweise die Werke wenig verbreiteter Geschichtswissenschaftler abrufen. Vor allem aber kann er mit leichter Hand mathematische Probleme lösen, die selbst Nobelpreisträger unter den Mathematikprofessoren in die Frustration treiben.
Eines kann dieser ungewöhnlich intelligente und begabte zornige junge Mann allerdings gerade nicht, nachdem er wieder einmal in eine Kneipenschlägerei verwickelt war: Er kann sich vor Gericht nicht aus einem drohenden Gefängnisurteil herausreden.
Zu seiner einzigen Hoffnung wird - wider seinen Willen - Sean McGuire, ein Professor und Therapeut, der nur zu gut weiß, was es heißt, sich einsam durch das Leben zu schlagen und verzweifelte innere Kämpfe mit sich selbst auszutragen ...
Filmkritiken
TV Movie 04/1998: "Good Will Hunting" ist leidenschaftlich, fröhlich und zugleich voller Zorn - ein wunderbar gefühlvolles Märchen, das dank der scharfen Dialoge nicht ins Kitschige abdriftet. Der unverbrauchte Matt Damon sprüht vor Kraft und Emotionen. Er liefert sich ein schauspielerisches Kopf-an-Kopf-Rennen mit Robin Williams, der in dieser ersten ernsthaften Rolle seit langem zeigt, was er kann. Auch wenn das Ende der Geschichte vorhersehbar ist und Will dem Vergleich mit Einstein wohl doch nicht standhält, ist das perfekte Zusammenspiel von Drehbuch, Regie und Schauspielerei schwer Oscar-verdächtig.
TV Spielfilm 04/1998: Eine erstaunliche Geschichte mit einem Happy-End im wahren Leben. Die Nachwuchsstars Matt Damon ("Mut zur Wahrheit") und Ben Affleck ("Chasing Amy") schreiben ein Drehbuch über einen mathematisch begabten Hausmeister. Nach viel Ärger wird der Film endlich gemacht, und die Youngster bekommen gleich einen "Golden Globe" fürs Skript.
film-dienst 04/1998: Ein überwiegend vom Dialog lebender filmischer Entwicklungsroman, der sich in Großaufnahmen ganz auf die Gesichter der hervorragenden Schauspieler konzentriert. Die darstellerischen Leistungen sowie einige äußerst intensive Momente können aber weder die visuellen Defizite des Films noch seine Handlungsklischees vergessen machen.
TV Today 04/1998: Ein witzige und rührende Ballade über die Balance von Hirn und Herz.