Wag The Dog

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Wag The Dog
Titel USA: Wag The Dog
Genre: Komödie
Farbe, USA, 1998, FSK 12

Kino Deutschland: 1998-03-26
Kino USA: 1998-01-09
Laufzeit Kino: 97 Minuten
Kinoverleih D: Concorde Filmverleih



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Szenenfoto Selbst dem demokratischsten Bürger wird einleuchten, dass ein Sexskandal nicht von Vorteil für den US-Präsidenten ist. Andererseits sind Schlammschlachten im Wahlkampf beliebter als politische Diskussionen, und die Medien wollen schließlich auch ihren Spaß haben. Doch gemach ..

Bei derlei Bedrohungen der nationalen Sicherheit holt der erste Mann im Staat seinen besten Strategen zu Hilfe. Conrad Brean, mächtiger Manipulator und schmunzelnder Scharfmacher, der erst mal Gerüchte über Einsätze von erfundenen B-3-Bombern in die Welt setzt, um diese sofort dementieren zu lassen.

Szenenfoto So leicht versetzt man die Welt in Aufruhr. Große Krisen lenken von kleinen Indiskretionen ab. Da staunt auch die präsidiale Beraterin Winifred Ames. Um die Nachrichten freilich auf Trab zu halten, muß noch ein Krieg mit Albanien her. Warum Albanien? Warum nicht?

So wird der flamboyante, egomane Hollywood-Produzent Stanley Motss angeheuert, um einen typischen TV-Krieg der Neunziger zu inszenieren - mit bewegten Bildern, patriotischen Parolen und allem, was noch zu gutem Marketing gehört. Man stelle sich also mal vor, es ist kein Krieg und alle sehen hin! Da mögen sich CIA und Opposition noch so sehr erregen.

Wenn die Einschaltquoten und Popularitätskurven des Weißen Hauses sinken, wird für die Volksseele eben ein Army-Held kreiert - der sich ruhig als nonnenschändender Psychopath erweisen darf. Mit Politik, Moral und anderen Spezialeffekten ist alles machbar.

Nur Motss, der zunehmend auf Nennung seines Produzenten-Credits drängt, könnte sich allmählich als Problem erweisen. Aber nicht für Conrad Breans ...


SzenenfotoDarsteller: Dustin Hoffman (Stanley Motss), Robert de Niro (Conrad Brean), Anne Heche (Winifred Ames), Woody Harrelson (Sgt. William Schumann), Denis Leary (Fad King), Willie Nelson (Johnny Green), William H. Macy (Mr. Young), Andrea Martin (Liz Butsky), Kirsten Dunst (Tracy Lime), Suzie Plakson (Grace), Craig T. Nelson (Senator Neal), James Belushi (Gastauftritt)

Regie: Barry Levinson

Stab: • Produzenten: Barry Levinson, Robert de Niro, Jane Rosenthal für Tribeca / Baltimore Pictures / Punch Production • Drehbuch: Hilary Henkin • Vorlage: Roman "American Hero" von Larry Beinharts • Filmmusik: Mark Knopfler, Willie Nelson • Kamera: Robert Richardson • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Wynn Thomas • Schnitt: Stu Linder • Kostüme: Rita Ryack • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 06/1998: Eine sehr vergnügliche schwarze Komödie, die sich mit der Macht der Medien und der Manipulierbarkeit der Öffentlichkeit auseinandersetzt, deren fiktionaler Gehalt von der Realität eingeholt wurde. Getragen von guten Darstellern, regt sie zum Nachdenken über die Machtmechanismen der Gegenwart und eine noch verstärkt mediengesteuerte Zukunft an.

TV Today 07/1998: Regisseur Barry Levinson hielt sich nicht zurück: So freche, radikale und urkomische Politschelte ist man sonst nur aus England gewöhnt. De Niro glänzt in dem smarten Spektakel als strategisches Superhirn, Dustin Hoffman ist als eitler Produzent die perfekte Hollywood-Parodie.

SzenenfotoTV Spielfilm 07/1998: Brillante Satire, bei der das Lachen gefriert: Das alles könnte durchaus wahr sein.

TV Movie 07/1998: Genüßlich seziert Barry Levinson die groteske Verfilzung von Politik und Showbusineß. Seine hintersinnige Farce entlarvt das Spiel mit der Macht als Mogelpackung - gegen das Duo Hoffman/De Niro sind die Brüder Grimm Waisenknaben. Robert de Niro wirkt zwar ein wenig gebremst, dafür bietet Dustin Hoffman eine famose One-Man-Show als eitel-emsiger Kulissenschieber.

Cinema 04/1998: Eine Politsatire, die von der Realität fast eingeholt wird.


SzenenfotoOscar ®

Oscar-Nominierung für 1997 für Dustin Hoffman (Hauptdarsteller)
Oscar-Nominierung für 1997 für Hilary Henkin (Drehbuch-Adaption)


SzenenfotoBemerkungen

Der Film lief als offizieller Wettbewerbsbeitrag bei den 48. Internationalen Filmfestspielen in Berlin.

Dirk Jasper FilmLexikon
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