Jonas ist 26, wohnt noch zu Hause, guckt keine Horrorfilme und fürchtet sich vor Schlangen. Er fährt vorsichtig Auto, nimmt keine Drogen, wird von seiner Mutter behütet. In der Firma seines Vaters, einem erfolgreichen Hamburger Reeder, wird er auf das harte Berufsleben vorbereitet.
Jonas ist glücklich, bis ihn seine Freundin verläßt. Sie hält ihn für den größten Feigling aller Zeiten - und sie hat recht. Die Versuche seiner Freunde, ihm eine neue Partnerin zu verpassen, scheitern.
Doch dann trifft er Lena. Lena ist gutaussehend, selbstbewußt und Fahrrad-Kurierin. Für Jonas ist es Liebe auf den ersten Blick. Aber für diese Liebe muß er kämpfen, und das liegt eigentlich nicht in seiner Natur ... Jonas soll Lena beweisen, dass er kein Weichei ist - erst dann will sie mit ihm schlafen.
Und so folgt er ihr in eine andere Welt - weit entfernt von seinem behüteten Zuhause, der treusorgenden Mama und der Firma seines Vaters. Jonas hilft Lena bei ihren radikalen Aktionen für eine gesündere Umwelt, schlägt sich mit einem eifersüchtigen Nebenbuhler herum und kämpft gegen eine Horde schlecht gelaunter Skinheads.
Am Ende hat er zwei Dinge gelernt. Erstens, was wirkliche Angst ist, und zweitens, wie schwer es ist, seiner Mutter zu sagen, dass man ausziehen möchte ...
Filmkritiken
Filmkritik von Ernst Corinth
Stern 16/1998: "Härtetest", das Spielfilmdebür des 26jährigen Regisseurs und Hauptdarstellers Janek Rieke, hebt nicht ab in die bekannten Yuppiehöhen deutscher Beziehungskomödien, sondern bleibt verhaftet im Alltag hanseatischer Durchschnittsjungs. Und der bietet jede Menge blödschöner Situationskomik; offenbar schöpft Rieke aus eigenen Erfahrungen. Die kleine, nette Komödie läuft schon länger erfolgreich in Hamburger Kinos und soll nun die Republik erobern. Wird vermutlich gelingen. Schlaffis gibt's nicht nur an der Alster.
film-dienst 07/1998: Eine mit Witz und viel Gespür für Pointen und Timing entwickelte Initiationskomödie um den Gegensatz von falsch verstandenem Mut und echter Zivilcourage, unverkrampft inszeniert und erfrischend unbekümmert gespielt.
Spiegel Kultur 04/1998: Der junge Filmemacher Janek Rieke hat es gewagt, eine weitere deutsche Komödie zu drehen, und die ist tatsächlich lustig geworden.
TV Today 07/1998: Einfache Story, stark erzählt: Für die Zuschauer ist dieser Film alles andere als ein Härtetest.
Rhein-Zeitung: Dieses erfrischend flotte Debütwerk des jungen Regisseurs Janek Rieke, hat den Realitätstest im Kino bereits bestanden. Die witzig und ironisch erzählte Geschichte über ein braves Muttersöhnchen, lief bereits einige Zeit mit großem Erfolg in einem Hamburger Programmkino. Erst nach dieser Bewährungsprobe fand sich ein Verleih für den bundesweiten Kinostart. Rieke hat nicht nur selbst Regie geführt, sondern auch das Drehbuch geschrieben und die männliche Hauptrolle gespielt.
TV Today 07/1998: Einfache Story, stark erzählt: Für die Zuschauer ist dieser Film alles andere als ein Härtetest.
Cinema 04/1998: Klischeehafte Liebesgeschichte, die zum Härtetest für den Zuschauer wird.