Das kann ja heiter
werden: Vorausgesetzt Janek Riekes Film hat den Erfolg, den viele
inzwischen von ihm erwarten. Vorschußlorbeeren gibt's
jedenfalls schon genug, auch die ersten Festivalpreise haben sich
mittlerweile dazugesellt, und wenn jetzt noch das Publikum
mitspielt, dann könnte ,,Härtetest'' tatsächlich die
zweite deutsche Komödienwelle der neunziger Jahre
auslösen, mit neuen Stars und frischen Gesichtern, aber leider
mit alten und verbrauchten Geschichten.
Erzählt wird wieder einmal von einer turbulenten Liebesbeziehung, in deren Mittelpunkt das Softie-,,Weichei'' Jonas und die energische Fahrradkurierin Lena stehen. Er wohnt noch bei seinen Eltern, einer Hamburger Reederfamilie, ist schrecklich ängstlich und hat gegen alles und jeden eine Allergie. Sie dagegen schlägt sich mit echter Frauenpower durchs Leben, kämpft als engagierte feministische Ökologin gegen Macker, Autofahrer und andere Bösewichte. Und weil das so ist, passen beide eigentlich überhaupt nicht zusammen. Doch bekanntlich ziehen sich Gegensätze gern an und liefern in diesem Fall auch eine Reihe wirklich guter Gags, bis sich am Schluß dann natürlich alles in bestem Wohlgefallen auflöst, und selbst die ziemlich tumben Skinheads, die unser nettes Pärchen regelmäßig belästigen, endlich einen verdient auf den Deckel bekommen haben. So weit, so lustig. Dennoch: dieser "Härtetest"
ist gewiß witzig und gekonnt inszeniert, selbst die Dialoge
sind stimmig und die Leistung der Hauptdarsteller, Janek Rieke und
Lisa Martinek, ist überzeugen. Aber weil man ähnliches
schon dutzendfach zuvor gesehen hat, sich die Problemchen, mit
denen sich die jungen Akteure hier herumschlagen, erneut als zwar
ironische, gleichwohl viel zu distanzlose Nabelschau ihrer eigenen
Generation entpuppen. Und der Regisseur mit seinem Kinodebüt
zudem offenbar völlig ungebrochen in die Fußstapfen
Sönke Wortmanns oder Katja von Garniers tritt, hat man am Ende
der 80 Minuten nicht nur ein ziemlich flaues Gefühl, sondern
sogar eine bißchen die Sorge, dass dies der Start für den
allerneusten deutschen Komödienboom sein könnte: Und das
könnte dann ja wirklich zum Fürchten heiter
werden.
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Das kann ja heiter
werden: Vorausgesetzt Janek Riekes Film hat den Erfolg, den viele
inzwischen von ihm erwarten. Vorschußlorbeeren gibt's
jedenfalls schon genug, auch die ersten Festivalpreise haben sich
mittlerweile dazugesellt, und wenn jetzt noch das Publikum
mitspielt, dann könnte ,,Härtetest'' tatsächlich die
zweite deutsche Komödienwelle der neunziger Jahre
auslösen, mit neuen Stars und frischen Gesichtern, aber leider
mit alten und verbrauchten Geschichten.