Lilies

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Lilies
Titel Kanada: Lilies
Genre: Drama
Farbe, Kanada, 1996

Kino Deutschland: 1998-02-26
Laufzeit Kino: 95 Minuten
Kinoverleih D: GM Films



Szenenfoto Im Frühjahr 1952 wird Bischof Bilodeau in ein Gefängnis geschickt, um Simon Doucet, einem kranken Gefangenen, die Beichte abzunehmen. Doucet berichtet dem Bischof vom sexuellen Erwachen und den ersten homosexuellen Erfahrungen dreier Heranwachsender im Jahr 1912.

Als er die Namen erwähnt, erkennt der Bischof mit Bestürzung seine eigene Geschichte. Und plötzlich verändert sich das Innere des Gefängnisses zu einer Art Theater. Bilodeau wird in den Beichtstuhl eingesperrt. Durch das Gitter wird er Zeuge eines gespenstischen Schauspiels, das entscheidende Momente im Leben Simons vor 50 Jahren vorführt.

Damals war Doucet so unsterblich in Vallier, Sprößling einer kauzigen Hotelbesitzerin, verliebt, dass er bereit war, mit seinem Vater wie auch mit allen bürgerlichen Konventionen zu brechen und für Vallier sogar seine reiche Verlobte zu verlassen.

Bischof Bilodeau wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Denn er war es, der diese Liebe seinerzeit nicht ertragen konnte und sich in ein schreckliches Verbrechen verwickeln ließ. Doch nun, eingesperrt wie ein Gefangener, muß er um sein Leben fürchten ...


SzenenfotoDarsteller: Brent Carver (Die Gräfin), Marcel Sabourin (Bischof Bilodeau), Aubert Pallascio (Simon, alt), Jason Cadieux (Simon, jung), Matthew Ferguson (Bilodeau, jung), Danny Gilmore (Vallier), Alexander Chapman (Lydie-Anne), Gary Farmer (Timothee), Robert Lalonde (Der Baron), Remy Girard (Die Baroness)

Regie: John Greyson

Stab: • Produzenten: Anna Stratton, Robin Cass, Arnie Gelbart für Alliance Communications / Triptych Media / Galafilm • Drehbuch: Michel Marc Bouchard • Vorlage: - • Musik: Mychael Danna • Kamera: Daniel Jobin • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Sandra Kybartas • Schnitt: - • Kostüme: Linda Muir • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: "Lilies" ist ein pop-artiges Happening: das christliche Leiden kommt schmachtend daher, die Liebe ist der Heiligkeit gleich und reines Verlangen steuert das Verhalten im ewigen Kampf gegen die herrschenden Normen der Wohlanständigkeit.

TV Spielfilm 04/1998: Ob das Geschäft an der Kinokasse ebenso genial sein wird, muß sich noch erweisen. Den Genie-Award '96 für den besten Film hat Regisseur Greyson ("Zero Patience") für die mutige Filmversion des kanadischen Theaterstücks schon einkassiert.

film-dienst 04/1998: Verfilmung eines Bühnenstücks, das in der Inszenierung des Spiel-im-Spiels durch die starke Betonung der formalästhetischen Seite wenig zur Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen der Homosexualität beiträgt.

Cinema 03/1998: Dieser Blumenstrauß duftet!


SzenenfotoAuszeichnungen

"Lilies" wurde mit vier kanadischen Filmpreisen, dem "Genie Award", ausgezeichnet, unter anderem als "Bester Film des Jahres".

Beim "San Francisco International Gay And Lesbian Film Festival" erhielt "Lilies" den Publikumspreis.

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