New York, Mitte des 19. Jahrhunderts. Die junge Catherine Sloper kämpft seit ihrer Kindheit vergeblich um die Liebe ihres Vaters, dem strengen, wohlhabenden Mediziner Dr. Austin Sloper. Doch Sloper kann nicht verwinden, dass Catherines Mutter bei ihrer Geburt gestorben ist.
In dieser lieblosen Atmosphäre ist der charmante Morris Townsend wie eine Lichtgestalt für die unglückliche Catherine. Sie verliebt sich leidenschaftlich in ihn. Ihr Vater aber sieht in dem mittellosen Townsend nichts weiter als einen Mitgiftjäger und verweigert ihm die Hand seiner Tochter.
Doch nach einer vom Vater erzwungenen einjährigen Europareise kehrt Catherine als selbstsichere Frau nach New York zurück und ist bereit, ihre gesellschaftliche Stellung und das väterliche Erbe ihrer Liebe zu opfern.
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Basierend auf der Romanvorlage von Henry James hat Agnieszka Holland mit "Washington Square" ein großes emotionales Liebesdrama über eine Frau, die zuviel liebt, über Verführung, Betrug und individuellen Triumph geschaffen. Mit Jennifer Jason Leigh wurde die Hauptrolle in diesem aufwendigen Film herausragend besetzt.
TV Today 07/1998: Ein Fest fürs Auge, während das Herz schmerzt - so funktionieren klassische Love-Stories.
TV Spielfilm 07/1998: Desillusionierend und tragisch: Ein Film über die Liebe - oder was man dafür hält.
Cinema 04/1998: Ein Kostümfilm, der nicht in seiner Ausstattung ertrinkt, sondern das Gefühlschaos von Henry James' tragischem Liebesroman bewegend auf die Leinwand überträgt.
film-dienst 07/1998: Ein stilistisch inszeniertes, atmosphärisch dichtes Sittengemälde in epischer Breite, das den psychologischen Konflikt der zentralen Frauengestalt zum universellen Drama ausweitet, das freilich mehr Züge zur Wirklichkeitsflucht als zur erhellenden Bestandsaufnahme aufweist.
TV Today 07/1998: Ein Fest fürs Auge, während das Herz schmerzt - so funktionieren klassische Love-Stories.