Im Jahr 1638 schenkt Königin Anne Frankreich einen Thronerben, aber in dieser schicksalhaften Nacht wird - was nur wenige wissen - ein zweiter Junge geboren.
22 Jahre später hat Ludwig XIV. den Thron bestiegen und übt die alleinige Macht über ein Land aus, das durch die Kosten für den Krieg und die königliche Verschwendungssucht ausgezehrt ist. Von den Musketieren, die seinem Vater Ludwig XIII. ergeben waren, ist nur noch einer an seiner Seite: d'Artagnan, der legendäre Capitain der Königlichen Garde.
Seine drei alten Kampfgefährten Aramis, Athos und Porthos haben ihre Uniformen schon lange an den Nagel gehängt und sich - mit unterschiedlichem Erfolg - ins zivile Leben zurückgezogen.
Aramis, der Priester geworden ist, wird während der Vorbereitungen zu einer besonders ausschweifenden Feier, die in den königlichen Gärten abgehalten werden soll, zum König gerufen. Es ist eine Feier, die zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt stattfindet, denn in den Straßen von Paris verhungern und rebellieren die Menschen. Die Jesuiten greifen öffentlich die Regentschaft von Ludwig an, da sie seine Politik und seine ständigen Kriegszüge mißbilligen. Der König bittet Aramis, die Identität des Jesuiten-Generals herauszubekommen beziehungsweise ihm dessen Kopf zu bringen.
Offenbar nimmt Aramis die Mission an und die Feier beginnt. Unter den Gästen befindet sich auch Raoul, der Sohn von Athos, der auf Urlaub vom Militär ist, zusammen mit seiner Verlobten, der bildhübschen Christine. Als er sie sieht, ist der junge König völlig von ihrer Schönheit verzaubert. Damit er selbst ihr den Hof machen kann, faßt er den Plan Raoul wieder an die vorderste Front zu schicken.
Als Athos davon hört, wird er in seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem König nur noch bestärkt, gleichwohl ihm d'Artagnan verspricht, seinen Sohn zu beschützen.
Währenddessen siecht in einer verlassenen Festung vor der Küste der Bretagne ein maskierter Gefangener in einer schmutzigen Zelle dahin, verzweifelt und nicht ahnend, dass sein Schicksal eng mit den folgenden Ereignissen verknüpft ist.
Nachdem Raoul einen tragischen, aber vorhersehbaren Tod auf dem Schlachtfeld stirbt, schwört Athos, seinen Sohn zu rächen und den tyrannischen König mit dem mysteriösen Gefangenen zu vertauschen, dessen Schicksal in jener Nacht vor 22 Jahren so grauenvoll besiegelt wurde.
Für sein gefährliches Unterfangen versichert er sich der Hilfe von Athos. Zu den beiden gesellt sich bald auch Porthos, dem der Sinn nach Abwechslung steht. Schnell jedoch müssen sie feststellen, dass der Plan, ihr Land vor dem Verderben zu retten, womöglich zur Zerstörung des Thrones führt - des Thrones, den sie einmal zu schützen geschworen haben.
Sie könnten auch die lebenslange Freundschaft d'Artagnans verlieren, der in seiner Treue zu dem unehrenhaften König unerklärlich blind und unerschütterlich bleibt ...
Filmkritiken
Filmkritik von Andrea Leskovic
Filmkritik von Ernst Corinth
Dirk Jasper FilmLexikon: Drehbuchautor Randall Wallace (Braveheart) gibt sein Debüt als Regisseur mit Der Mann in der eisernen Maske, einem romantischen Abenteuerfilm, der zur Zeit des letzten großen Königs Ludwig XIV. frei nach dem Erfolgsroman "Die drei Musketiere" von Alexander Dumas spielt.
Cinema 04/1998: Kraftloses Regiedebüt des Braveheart-Autors Randall Wallace: In seinem Mantel- und Degen-Spektakel wird mehr gesabbelt als gesäbelt.
film-dienst 07/1998: Neuerliche Verfilmung des abenteuerlichen Romans von Alexandre Dumas ohne inhaltliche und gestalterische Inspiration. Auch die zahlreich auftretende Stars verleihen dem enttäuschenden Film keinen Glanz.
Spiegel Kultur 04/1998: Anders ist es nicht zu erklären, das so viele gute Schauspieler in einem so schlechten Kostümschinken freiwillig die Frührentner geben. Einziger Lichtblick: Leonardo DiCaprio als Ludwig XIV.
TV-Spielfilm 08/1998: Rache, Romantik, Ranküne - unterhaltsam, barock und auch ziemlich altbacken.