Filmkritiken
Filmkritik von Ernst Corinth
Dirk Jasper FilmLexikon: Nach dem überwältigenden Erfolg von "Scream - Schrei!" haben sich Kultregisseur Wes Craven und sein Drehbuchautor Kevin Williamson erneut zusammengefunden, um eine mörderisch spannende Fortsetzung zu schaffen: Dabei ist "Scream 2" beileibe kein Abklatsch des cleveren Originals, sondern ein ebenso intelligenter Thriller, der jede Spannungssituation bis zur letzten Sekunde ausreizt und dabei noch genug Zeit findet, sein Publikum mit aberwitzigen Verweisen auf andere Filme zu unterhalten.
Cinema 04/1998: Sequels sind selten echte Brüller. Wes Craven schafft das Kunststück: Die doppelbödige Ironie, mit der er das Serienkiller-Genre reanimiert, sorgt für Mordsspaß.
Spiegel Kultur 04/1998: In einer der besten Szenen dieses Filmes wird über Fortsetzungen berühmter Filme diskutiert und warum die niemals gelingen können. "Scream 2" ist eine Fortsetzung, und sie ist noch gelungener als ihr Vorgänger. Womit einiges über die Ironie, den Witz und die Cleverneß dieses Horrorfilms von Wes Craven (Regie) und Kevin Williamson (Buch) erzählt wäre, der sein eigens Genre spiegelt, um das Spiegelbild noch einmal zu spiegeln.
TV Movie 09/1998: Sind Fortsetzungen immer schlechter als die Orginale? Über diese Frage streiten in "Scream 2" eine Klasse von Filmstudenten. Nur ein Beispiel für die zahlreichen ironischen Film-im-Film-Zitate des Sequels, das deutlich ironischer als sein Vorgänger daherkommt. Was nicht heißen soll, dass der Film unter Blutarmut leidet: Dafür sorgt schon Regisseur Wes Craven, der sich erneut als Meister des Schreckens erweist. Keine Frage also: Dem Team ist ein würdiger "Scream"-Nachfolger gelungen.
film-dienst 08/1998: Weniger noch als im ersten Teil wird das Geschehen von Suspense-Momenten getragen, Spannung reduziert sich auf mit großem orchestralem Aufwand untermalte Schockeffekte, die sich beizeiten ebenso abnutzen wie filmische Zitate und Querverweise. Ein Spekulatives, dabei um politische Korrektheit buhlendes Machwerk, das nur noch ärgerlich stimmt.
TV Spielfilm 09/1998: Der Mordreigen in "Scream 2" ist sogar noch spektakulärer, "witziger" und schlauer konstruiert als im Orginal. Der Film bietet nicht nur ein spannendes "Wer ist der Killer?"-Ratespiel, sondern reflektiert auch gewitzt die Mechanismen des Kommerzkinos. Regisseur Craven und Autor Williamson bedienen sich virtuos aus der Klischeekiste des Genres und sind trotz aller cleveren Selbstironie mit Herz und Seele beider Sache. So entstand ein liebenswerter Bastard: grausig und freundlich zugleich.
TV Today 09/1998: Wer Teil 1 mochte, wird Teil 2 lieben - passenden Humor und gute Nerven vorausgesetzt.
Die Woche 24.04.1998: Blutige und intelligente Fortsetzung des Horror-Erfolges "Scream" die so ziemlich alle Witze über Fortsetzungen macht, die man in einer Fortsetzung machen kann.
Film ab: "Scream 2" ist ein Horrorspektakel, das den Kultfilm " Scream - Schrei" noch weit übertrifft.
Blickpunkt Film: Bei allem Humor geizt Regisseur Wes Craven nicht mit brutalen Sequenzen, die noch blutdurchtränkter sind als beim ersten Teil.