Auf Messers Schneide - Rivalen am Abgrund

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Auf Messers Schneide - Rivalen am Abgrund
Titel USA: The Edge
Genre: Abenteuer-Drama
Farbe, USA, 1997, FSK 12

Kino Deutschland: 1998-04-16
Kino USA: 1997-09-26
Laufzeit Kino: 117 Minuten
Kinoverleih D: 20th Century Fox

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: 1998-10-19
Kaufkassette: 1999-04-29
Laufzeit Video: 113 Minuten
Anbieter: 20th Century Fox

DVD Deutschland: 2001-12-13
Laufzeit DVD: 113 Minuten
Anbieter: 20th Century Fox



Szenenfoto Eine paradiesische Abgeschiedenheit erwartet die kleine Reisegruppe in dem rustikalen Holzhaus am See. Der erfolgreiche Modefotograf Robert Green nutzt die grandiose Kulisse in der Wildnis Alaskas für ein Shooting mit der schönen Mickey.

Mit von der Partie ist Mickeys Ehemann, der Milliardär Charles Morse. Bald spürt der introvertierte Geschäftsmann, dass den Fotografen und sein Model mehr verbindet als gemeinsame Arbeit. Als die Männer zu einem kurzen Rundflug aufbrechen, geraten sie in einen Schwarm Wildgänse.

Szenenfoto Fernab jeder Zivilisation stürzt die kleine Maschine ab. Lediglich mit zwei Leuchtraketen und ein paar Streichhölzern ausgerüstet, machen sich die Überlebenden auf den Weg. Hunger und Kälte zehren die Männer aus, Panik und tiefe Verzweiflung zermürben sie. Außerdem sind die Herumirrenden eine lohnende Beute für einen Kodiak-Bären, der ihre Witterung aufnimmt.

Die beiden Männer sind Rivalen im Kampf um die Liebe einer schönen Frau. Doch nur gemeinsam können sie in der unbarmherzigen Wildnis Alaskas überleben. In der Herausforderung ihres Lebens müssen sie erkennen, dass die größten Gefahren in ihnen selbst lauern ...


SzenenfotoDarsteller: Anthony Hopkins (Charles Morse), Alec Baldwin (Robert Green), Elle McPherson (Mickey Morse), Harold Perrineau (Stephen), L. Q. Jones (Styles), Kathleen Wilhoite (Ginny), David Lindstedt (James), Mark Kiely (Mechaniker), Eli Gabay (Jet-Pilot), Larry mußser (Amphibien-Pilot)

Regie: Lee Tamahori

Stab: • Produzenten: Art Linson • Drehbuch: David Mamet • Vorlage: - • Musik: Jerry Goldsmith • Kamera: Donald M. McAlpine • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Wolf Kroeger • Schnitt: Neil Travis • Kostüme: Julie Weiss • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: Betty Thomas (Koordination) •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Einzigartig, wie Lee Tamahori in "Auf Messers Schneide" dramatische Action und den Kampf Mensch gegen die Natur in seiner Geschichte über die tödliche Rivalität zweier ungleicher Männer präsentiert und mit intellektuellen Betrachtungen über den Charakter und die Motive seiner Figuren verwebt.

Die Woche 17.04.1998: David Mamet ist ein Dramatiker, der die Gesetzmäßigkeiten filmischer Genres gut genug kennt, um sie außer Kraft setzen zu können. Wenn sich einer wie Mamet dafür entscheidet, die Allein-in-der-Wildnis-Standards zu wiederholen, wird er sich etwas dabei gedacht haben. Vielleicht, das zu Erwartende geschieht, der Mensch für den Menschen die größte Überraschung darstellt. Lee Tamahoris Film "Auf Messers Schneide" hält sich an dieses Muster ( ... ) Bart, der Bär, ist ein hervorragender Schauspieler und man fragt sich, wie Hopkins es ertragen konnte, dessen ungeputzten Zähnen so nahe zu kommen. Aber der Bär ist nicht das Biest - und die atemberaubende Landschaft nur ein Vorwand. In Gestalt des Fotografen, der die Frau des Milliardärs liebt und dessen Tod plant, geht das Raubtier Mensch durch den Film. Und wenn man darauf achtet, kann man die Stäbe sehen, an denen es vorbeigeht: in einem Gefängnis namens Wiederholung.

SzenenfotoTV Movie 08/1998: Star-Autor David Mamet ("Die Unbestechlichen") gelang mit "Auf Messers Schneide" ein Film, der sehr viel mehr ist als konventionelles Actionkino vor grandioser Naturkulisse. Die von ihm bevorzugten Themen - existentielle Ängste und das Überwinden der eigenen Grenzen - sorgen für eine unübliche psychologische Tiefe in der Abenteuerstory. Das Coolste am ganzen Film sind allerdings die Szenen, in denen ein wütender Bär Sir Anthony Hopkins quer durch den Wald jagt.

SzenenfotoSpiegel Kultur 04/1998: Mögen Männer solche Titel? Gehen Männer vor allem dann ins Kino, wenn sich das Ganze irgendwie existentiell anhört? Ein Rätsel. Jedenfalls ist dies ein Männerfilm: Es geht um eine bildschöne Frau (Elle MacPherson) und zwei eifersüchtige Kekle (Anthony Hopkins, Alec Baldwin), die sich in der Wildnis von Alaska einen erbitterten Konkurenzkampf liefern. Wann ist ein Mann ein Mann? Noch ein Rätsel.

film-dienst 08/1998: Ein unentschieden zwischen Abenteuerfilm und psychologischem Kammerspiel schwankender Film. Die beeindruckenden Naturaufnahmen sowie die gute Führung der Schauspieler können nicht über die Schwächen des Drehbuchs hinwegtäuschen.

Der Spiegel 16/1998: dass die beiden Grünhörner im selbstgefertigten Bärenpelz dem Showdown entgegenstapfen, macht das Abenteuergarn nicht glaubwürdiger.

TV Spielfilm 08/1998: Mann gegen Mann und Mensch gegen Bär. Psychogramm als packendes Abenteuerdrama.

Cinema 04/1998: Die Botschaft dieses Films: Viel Feind, viel Bär!

Stern 17/1998: Ein schöner Schocker für Stadtkinder; für Campingfans das helle Vergnügen.

Dirk Jasper FilmLexikon
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