Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Bob Hoskins brilliert in der Hauptrolle dieser außergewöhnlichen Verfilmung, für die er als "Bester Darsteller" mit dem Europäischen Filmpreis 1997 ausgezeichnet wurde. Nachwuchsregisseur Shane Meadows schrieb zusammen mit Paul Fraser das Drehbuch zu seinem eindrucksvollen Kinodebüt.
TV Movie 09/1998: Einmal legt Bob Hoskins seine Pranke ganz zart auf die Glasscheibe, auf der die feuchte Hand seiner Angebeteten einen Abdruck hinterlassen hat - der romantischste und schönste Moment in einem Film voll guter Ansätze. Leider gehen Shane Meadows mindestens ebenso viele Sequenzen in die Hose, eine Sterbenszene bleibt nahezu unverständlich. Macht fast nichts, "24/7" ist das Debüt eines vielversprechenden Talents und wieder mal ein famoser Auftritt von Bob Hoskins.
film-dienst 09/1998: Obwohl der Film einige erzählerische Schwächen aufweist, lebt er doch vom hohen Maß seiner sozialen Genauigkeit und stellt auch ästhetisch einen eindrucksvollen Talentbeweis dar. Kein makelloses Meisterwerk, aber lebendiges Kino, das von der noch immer dynamischen, weil authentischen Filmkultur Großbritanniens spricht.
Cinema 05/1998: Wer boxt, findet den Sinn des Lebens - die Botschaft dieser bewegenden Milieustudie aus einer tristen Ecke Englands ist fragwürdig, die Stimmung jedoch perfekt getroffen.
TV Today 09/1998: Ungeschöntes Porträt eines Don Quichotte im kaputten England.