"Wie würden Sie heute, morgen, die nächste Woche verbringen, wenn Sie wüßten, dass die Welt vielleicht in einem Jahr untergehen wird?"
Diese Frage müssen sich die Menschen stellen, unter ihnen eine aufstrebende junge TV-Reporterin und ein Teenager-Pärchen, nachdem Wissenschaftler entdecken, dass ein Komet auf Kollisionskurs zur Erde ist, eine Kollision, die das Ende sämtlichen Lebens zur Folge haben kann.
Dieser Frage sieht sich auf ein Team von Astronauten konfrontiert, das den Auftrag erhält, den Kometen abzulenken. Es ist dies eine Mission, in der sie ihre eigene Zukunft für die der Welt aufs Spiel setzen ...
Filmkritiken
Filmkritik von Ernst Corinth
Filmkritik von Gerhard Heeke
Dirk Jasper FilmLexikon: "Deep Impact" ist die Geschichte der Reaktion dieser Welt auf ihr Todesurteil. Und trotz aller spektakulären Bilder ist es vor allem eine Geschichte der Menschen, eine Geschichte über jeden einzelnen, der im Angesicht der Vernichtung das zu finden versucht, was ihm am meisten bedeutet.
TV Movie 10/1998: Dank der Effekte von George Lucas' Firma "Industrial Light & Magic" wirkt die Gefahr aus dem All beklemmend realistisch. Doch das an George Pals Klassiker "Der jüngste Tag" (1951) und Roland Emmerichs Kassenknüller Independence Day (1996) angelehnte Endzeit-Szenario verzettelt sich in unzähligen Handlungssträngen. Pathos und Peinlichkeiten in den Einzelschicksalen, Panik und Paranoia in den Massenszenen - diese unausgegorene Mischung nimmt dem Film viel von seiner Wucht.
film-dienst 10/1998: Nach Motiven eines Films aus den 50er Jahren schildert der langatmige Film in allzu gefühlsbetonten und psychologisch unglaubwürdigen Episoden die Erlebnisse einer Reporterin, die dem Phänomen auf die Spur kommt, eines Schülers, der den Komet entdeckt hat und der Astronauten an Bord des Raumschiffs. Auch die Spezialeffekte können nicht überzeugen.
TV Hören und Sehen 20/1998: Kein aus der Luft gegriffenes Thema. Immer wieder bedrohen gigantische Himmelskörper unseren Globus. "Deep Impact" ist daher kein Science-fiction-Reißer, eher ein episches Action-Drama - mit etwas Liebe, Katastrophenstimmung und guten Tricks. Höhepunkt: Eine Flutwelle überrollt New York. Gesamteindruck dennoch: etwas zäh!
TV Today 10/1998: Mit weiblicher Intuition und nach Vorbild von "Contact" versucht Regisseurin Leder einen Spagat: Sie will nicht nur Action und Specialeffects bieten, sondern auch die Tiefen der menschlichen Seele ausloten - was mißlingt.
Cinema 06/1998: Ein Komet bedroht die Erde - und trifft sie. Dafür verfehlte Regisseurin Mimi Leder ihr Ziel. Neben öder Endzeit-Dramaturgie liefert sie immerhin akzeptable Tricks.