Gerhard Heeke über Deep Impact

Was würden Sie tun, wenn die gesamte Menschheit nur noch knapp zwei Jahre zu Überleben hätte? Was wäre wichtig, was nicht? Diese und andere Fragen stellen sich am Rande von Deep Impact - Wenn der Himmel auf die Erde stürzt.

Der junge Astronom Leo Biederman (Elijah Wood) entdeckt einen Kometen der sich auf Kollisionskurs mit der Erde befindet. Die Regierung versucht dies zu verschleiern. Aber die Reporterin Jenny Lerner (Tea Leoni) stößt unabsichtlich bei einer Recherche zu einem Sexskandal darauf. So ist man gezwungen an die Öffentlichkeit zu gehen. Der Präsident (Morgan Freeman) verkündet, dass eine internationale Rettungsmission gestartet wird. Man hofft, dass das Raumschiff "Messiah" in der Lage ist nukleare Sprengsätze auf dem Kometen zu bringen und ihn so in viele kleine Teile zu zerlegen. Aber die Chancen stehen schlecht ...

Der Film erinnert an die zahllosen Katastrophen und "Bedrohung aus dem All" Filmen der letzten Jahrzehnte. Wirklich neue Aspekte kann "Deep Impact" hier auch nicht einbringen. Die Filme ähneln sich. Für meinen Geschmack hat man hier allerdings etwas sehr heftig auf die Tränendrüse gedrückt. Die Einzelschicksale aus denen sich der Film zusammensetzt sind alle sehr pathetisch und irgendwo recht vorhersehbar. Trotz alledem ist der Film erstaunlich spannend geraten. Dies wiegt es dann doch wieder etwas auf.

Die Special Effects sind in der Qualität recht unterschiedlich. Einiges wirkt sehr glaubwürdig, anderes wiederum recht dilettantisch. Dies ist insofern erstaunlich, als dass die renommierte SFX-Schmiede Industrial Light & Magic ihre Finger mit im Spiel hatte. Die wissenschaftliche Begleitung durch die NASA soll allerdings dafür gesorgt haben, dass das Szenario möglichst korrekt dargestellt wurde. Sei's drum.

Fazit: Leidlich spannender SF-Film mit bekannten Thema, der stark auf die Tränendrüse drückt.

6 von 10 Sternschnuppen

P.S. Morgan Freeman gibt einen wirklich guten Präsidenten ab.

Dirk Jasper FilmLexikon
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