Polizist Frank Connor findet, was er nicht mehr für möglich gehalten hat: einen geeigneten Knochenmarkspender für die dringend benötigte Operation seines todkranken Kindes.
Der Spender willigt ein, denn er wittert die letzte Möglichkeit, so aus dem Gefängnis fliehen zu können: Häftling Peter McCabe, ein hochintelligenter Massenmörder.
McCabe hat nichts mehr zu verlieren - außer sein Leben. Was aber auch das Ende für Connors Sohn bedeuten würde, denn das Knochenmark eines Toten ist unbrauchbar.
McCabes Flucht gelingt, der Mörder geht über Leichen, um die Freiheit wieder zu erlangen. Und er weiß: Connor bleibt nichts anderes übrig, als den Killer zu schützen. Eine blutige Jagd beginnt, bei der es keine zweite Chance gibt ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Barbet Schroeder ("Weiblich, ledig, jung sucht ...") inszenierte mit "Desperate Measures" einen nervenzerreißenden Action-Thriller, der unter die Haut geht.
TV Movie 10/1998: Wer hätte gedacht, dass der smarte Michael Keaton unter seiner Feinripp-Unterwäsche derartig prachtvolle Muskelpakete versteckt! Doch seine wuchtige physische Präsenz macht aus ihm noch lange keinen glaubwürdigen Psychopathen. Keaton fehlt die diabolische Unberechenbarkeit, mit der zum Beispiel Anthony Hopkins als Hanibal Lecter in "Das Schweigen der Lämmer" überzeugen konnte. Immerhin - handwerklich ist der Film gediegen. Dafür bürgt die ausgefeilte Fotografie von Barbet Schroeders Leib-Kameramann Luciano Tovoli. Für einen Actionstreifen mag auch der Plot ganz tauglich sein. Eine Prise Humor und Sarkasmus hätten der Story allerdings nicht geschadet. Statt dessen bietet sie dumpfe Bierernst von der ersten bis zur letzten Minute. Schroeder sollte sich wieder auf seine wahre Qualität besinnen - und das sind die leisen Töne subtiler Bedrohung.
film-dienst 10/1998: Die interessante psychologische und ethische Ausgangssituatoin, die das Leben des Jungen, des Killers und seiner Verfolger in eine bedenkenswerte Beziehung zueinander setzt, wird durch die aufwendig Inszenierung als Actionspektakel überlagert, das sich während einer Nacht in einem Krankenhaus abspielt.
TV Today 10/1998: Trotz Dialogschwächen: eine clevere "Stirb langsam"-Variante mit makabren Widerhaken.
TV Hören und Sehen 18/1998: Der psychologisch ausgefeilte Thriller gipfelt in einer gewaltigen Materialschlacht, bei der viel zu viele sterben müssen.
TV Spielfilm 10/1998: Die Verzweiflung überträgt sich auf den Zuschauer. Schade, hätte mehr draus werden können ...
Cinema 05/1998: Fängt stark an, läßt stark nach.