Dobermann

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Dobermann
Titel Frankreich: Dobermann
Genre: Action-Thriller
Farbe, Frankreich, 1997, FSK 18

Kino Deutschland: 1998-05-14
Laufzeit Kino: 112 Minuten
Kinoverleih D: Senator Film

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1998-10-05
Laufzeit Video: 99 Minuten
Anbieter: BMG UFA


Szenenfoto High Noon auf den Straßen von Paris: Yann Lepentrenc alias "Dobermann" plant mit seiner Gang den nächsten großen Coup: Mehrere Banken sollen direkt nacheinander ausgeraubt werden.

An seiner Seite: die schöne Nat, taube Spezialistin für Explosives, Mosquito, auch auf dem Tennisplatz nie ohne Waffe, Pitbull, eine gelungene Mischung aus Kindskopf und Killermaschine, und schließlich der Priester - mit Handgranaten unter der Soutane und immer einem flotten Spruch auf den Lippen.

Ihr Gegenspieler: Inspektor Christini, ein Teufel mit Polizeimarke. Sein einziges Ziel: Dobermann stoppen - um jeden Preis. Skrupellos platzt er mit seinem Spezialkommando mitten in eine ausgelassene Party. Der finale Shoot-out beginnt ...


SzenenfotoDarsteller: Vincent Cassel (Dobermann), Tcheky Karyo (Christini), Monica Bellucci (Nat), Antoine Basler (Moustique), Dominique Bettenfeld (L'Abbe), Romain Duris (Manu), Francois Levantal (Leo), Stephane Metzger (Sonia), Chick Ortega (Pitbull), Pascal Demolon (Lefevre), Marc Duret (Baumann), Ivan Merat-Barboff (Silverberg), Patric Rocca (Clodarec), Florence Thomassin (Florence), Jean Lescot (Sonias Vater), Roland Amstutz (Onkel Joe)

Regie: Jan Kounen

Stab: • Produzenten: Frederique Dumas, Eric Neve für La Chauve-Souris & Noe Production • Drehbuch: Joel Houssin • Vorlage: Krimireihe "Le Dobermann" • Filmmusik: Schyzomaniac • Kamera: Michel Amathieu • Spezialeffekte: Mac Guff Ligne • Ausstattung: Michel Barthelemy • Schnitt: Benedicte Brunet • Kostüme: Chattoune, Fab • Make Up: Nicolas Degennes • Ton: Philippe Lecocq • Toneffektschnitt: Dominique Hennequin • Stunts: Philippe Guegan •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Jan Kounen, Jungstar der internationalen Werbefilm- und Musikclip-Szene, hat mit seinem Regiedebüt einen Action-Thriller von atemberaubender Visualität geschaffen. Sein Tempo und nicht zuletzt sein tiefschwarzer Humor machten "Dobermann" bereits auf dem Fantasy-Filmfest im August 1997 zum gefeierten Highlight.

Die Woche 08.05.1998: Schließlich kommt es zum Showdown in einem Nachtclub, der in eine Gewaltorgie mündet, angesichts derer Tarantions "Reservoir Dogs" zu Schloßhündchen schrumpfen. Der beschleunigte Soundtrack verleiht den Bildern dabei eine kathartische Intensität, in der sich die destruktive Energie als verzweifelter Nachruf auf die Freiheit offenbart. "Dobermann" ist für das Frankreich der Neunziger, was Roger Cormans "Wild Angels" für die USA der Sechziger war und verhält sich zu Melvilles "Der zweite Atem" wie Techno zu Jazz.

TV Movie 10/1998: Exzessive Gewalt und Gags, die wie Landminen zünden - "Dobermann" ist wahrlich kein Film fürs gefühlige "Titanic"-Publikum. Der freudig gegen alle Genre-Regeln verstoßende Gangsterfilm wirkt wie ein von Luc Besson verfilmter Manga-Comic. Cartoonhaft überzeichnete Charaktere, die stilisierte Bildsprache und die schön kümmerliche Story ergeben einen Film, der zwar keinen Sinn, aber auf perverse Weise Spaß macht.

SzenenfotoTV Today 10/1998: Niemand wird Regisseur Jan Kounen ernsthaft Gewaltverherrlichung vorhalten - so heillos überzogen ist das Duell zwischen Titelheld Vincent Cassel und Tcheky Karyo. Doch die parodistische Absicht grenzt hart an Zynismus. Fazit: Ein Fan-Ding: Das Publikum des Fantasy-Film-Festivald '97 brüllte vor Vergnügen. Wer für Comic-hafte Brutalo-Spektakel nichts übrig hat, den wird der Effekt-Overkill ermüden.

film-dienst 09/1998: An amerikanischen Vorbildern ausgerichteter Film, der diese an Brutalität noch zu überbieten trachtet. Die digitalen Effekte, abenteuerlichen Kostüme und sich ohne Unterlaß überbietenden Gewalttaten können aber auch seine Leere und Substanzlosigkeit aufwiegen. - Wir raten ab!

Cinema 05/1998: Wer einen Groschenroman verfilmt, sollte mehr auf dem Kasten haben als Jan Kounen. Der füllte sein doof-brutales Actionspektakel bloß mit Genre-Versatzstücken.

TV Hören und Sehen 19/1998: Aufwendiger Action-Thriller im Stil von "Pulp Fiction": rasant, rüde und richtig rabenschwarz.

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