Filmkritiken
Filmkritik von Peter Halm
Dirk Jasper FilmLexikon: In "Harry ausser sich" verbindet Woody Allen Themen aus seinem Leben und seiner filmischen Karriere zu einem genialen, surrealen Szenario.
TV Movie 11/1998: Nach 30 Jahren als Regisseur hat Woody Allen längst sein eigenes Genre geschaffen: die New-York-Intellektuellen-Beziehungskomödie. In "Harry außer sich" reibt sich Allen als neurotisches Rumpelstilzchen erneut an seinen Lieblingsthemen Sex, Liebe und Tod das Gehirn wund. Bei der in zahlreiche Episoden zerfallenden Story hat Allen zwar schamlos bei seinen früheren Filmen geklaut, doch dafür treibt sein Hang zu skurrilen Spinnereien dieses mal wahrhaft prächtige Blüten.
film-dienst 10/1998: Woody Allens bislang schwärzeste Komödie ist ein vor Einfällen, Anspielungen und mitunter derbem Humor überschäumendes Werk, das mit vielen Charakteren, Namen und bekannten Darstellern aufwartet. Seine komplexe, stilistische aber sichtbar gemachte Struktur gibt sich als dekonstruktivistisches Spiel zu erkennen, hinter der gleichwohl die Selbstthematisierung und -gefährdung einer künstlerischen Persönlichkeit aufscheint.
TV Hören und Sehen 19/1998: Ein Film zwischen Phantasie und Wirklichkeit. So geistreich, so bissig war Allen (auch Regisseur des Streifens) noch nie. Starke Story mit Superstars wie Robin Williams, Demi Moore, Billy Crystal und und und.
TV Spielfilm 11/1998: Ein saftiges Meisterstück, an dem sich die Geister scheiden: zynisch, vulgär und sehr witzig.
Cinema 05/1998: Der alte Woody, aufregend neu.