Artemisia

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Artemisia
Titel Frankreich: Artemisia
Genre: Melodram
Farbe, Frankreich, Italien

Kino Deutschland: 1998-05-28
Laufzeit Kino: 98 Minuten
Kinoverleih D: Nil Film



Szenenfoto Italien 1610. Artemisia, die Tochter des bekannten Malers Orazio, ist 17 Jahre als und wie ihr Vater eine leidenschaftliche Malerin. Eines Tages beobachtet sie den Freund ihres Vaters, Agostino Tassi, am Strand bei seiner Arbeit.

Fasziniert von seiner Kunst, einer ihr bis dahin unbekannten Maltechnik, bittet Artemisia ihren Vater, dafür zu sorgen, dass Tassi ihr Lehrmeister wird. So wird die talentierte Artemisia, der eine Ausbildung an der Akademie verwehrt wird, Tassis Einzelschülerin.

Zwischen dem Maler und seiner noch unschuldigen Schülerin entspinnt sich ein leidenschaftliches Liebesverhältnis, das von Vater Orazio jäh in das Licht der Öffentlichkeit gezerrt wird, als er Tassi beschuldigt, seine Tochter vergewaltigt zu haben ...


SzenenfotoDarsteller: Valentina Cervi (Artemisia Gentileschi), Michel Serrault (Orazio), Miki Manojlovic (Agostino Tassi), Luca Zingaretti (Cosimo), Emmanuelle Devos (Constanza), Frederic Pierrot (Roberto), Maurice Garrel (Richter), Brigitte Catillon (Tuzia), Yann Tregouet (Fulvio), Silvia de Santis (Marisa), Dominique Reymond (Tassis Schwester), Renato Carpentieri (Nicolo)

Regie: Agnes Merlet

Stab: • Produzenten: Patrice Haddad für Premiere Heure / Schlemmer Film • Drehbuch: Agnes Merlet, Christine Miller, Patrick Amos • Vorlage: Roman "Artemisia - Die Geschichte einer Passion" von Marine Bramly • Filmmusik: Krishna Levy • Kamera: Benoit Delhome • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Antonello Geleng • Schnitt: Guy Lecorne • Kostüme: Dominique Borg • Make Up: - • Ton: Francois Waledisch • Toneffektschnitt: Jean-Pierre Laforce • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 11/1998: In stilvollschönen Bildern, die nie ins Geschmäcklerische abgleiten, entwickelt sich eine Biografie, die auch nach künstlerischen Konzepten, die Welt zu betrachten, fragt. Ein beeindruckendes Werk voller optischer Finessen, getragen von drei ausgezeichneten Hauptdarstellern.

TV Hören und Sehen 21/1998: Agnes Merlet drehte einen streckenweise erotischen Streifen über die erste Frau, die in der Kunstgeschichte erwähnt wird. Herrliche Bilder wechseln mit brutalen Szenen. Gute Schauspieler.

Cinema 06/1998: Aufregender als ein Museumsbesuch: die wunderbar erotische Biographie einer italienischen Malerin, die sich um 1610 gegen alle Zwänge durchsetzt.


SzenenfotoOscar ®



Gemälde: Judith enthauptet HolofernesBemerkungen

Während ihres Kunsthistorik-Studiums wurde die Filmemacherin Agnes Merlet auf das Bild der Malerin Artemisia Gentileschi aufmerksam. "Judith enthauptet Holofernes" ist das erste Werk einer Frau, das in der Kunstgeschichte Erwähnung findet. Fasziniert und erschrocken von der Mischung aus Sinnlichkeit und Grausamkeit des Bildes, begann Merlet zu recherchieren und stieß auf die Prozeßakten eines Vergewaltigungsprozesses. Die Geschichte, die hinter den spärlichen historischen Hinweisen verborgen sein könnte, die Geschichte der jungen Frau Artemisia, erzählt Merlet in ihrem zweiten Spielfilm: Was hatte Artemisia erlebt, dass sie mit 18 Jahren ein so schockierendes Bild malte?

Dirk Jasper FilmLexikon
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