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"Blues Brothers 2000" schickt sich an der legitime Nachfolger des Kult Films "The Blues Brothers" zu werden. Dazu hat man viele alte, aber auch einige neue Gesichter verpflichtet. Ob der Nachkomme aber einen ähnlichen Kultstatus wird erlangen können, bleibt abzuwarten. Die Geschichte spielt - wie im richtigen Leben - 18 Jahre nach dem ersten Film. Elwood Blues wird aus dem Gefängnis entlassen. Niemand ist da ihn abzuholen. Sein Bruder ist verstorben. Trotzdem gibt Elwood den Gedanken, die Band wieder zusammen zuführen nicht auf. Er sucht das Waisenhaus seiner Kindheit auf, um zu hören was aus den übrigen Bandmitgliedern geworden ist. So hört er auch das erstemal von Cabel Chamberlain. Cabel ist der uneheliche Sohn von Curtis und angesehener Polizeichef. So ist klar, dass das erste Zusammentreffen von Cabel und Elwood nicht unbedingt im Sinne von Elwood verläuft. Kurz gesagt: Cable wirft ihn hochkant hinaus, als Elwood ihn anpumpen und zum Bandmitglied machen will. Aber Elwood hat auch noch eine andere Sorge. Mutter Stigmata hat ihm den 10jährigen Buster aufgehalst. Elwood soll der Mentor Busters werden. Mit dem Jungen im Schlepptau macht er sich auf die übrigen Bandmitglieder einzusammeln. Nicht alle sind von Elwoods auftauchen begeistert, denn die meisten haben es "zu etwas gebracht" und sind zunächst wenig erpicht darauf mit der Blues Brothers Band wieder durch die Lande zu ziehen. Zumal Elwood der Russenmafia ein lukratives Schutzgeldgeschäft vermasselt hat und die ehrenweite Familie aus Moskau nicht lange fackelt und hinter ihm her ist. Aber schließlich kommt die Band doch noch zusammen und der Teilnahme am Bandwettbewerb in Louisanna stehen nur noch die Polizei und die Mafia im Wege ... Einem Kultfilm wie "The Blues Brothers" ein Sequel angedeihen zu lassen, ist immer ein riskantes Unterfangen. Die Fans reinsten Wassers, werden das neue Werk als Machwerk verteufeln und die keine Fans sind, scheuen sich vielleicht in den Film reinzugehen. Die letzteren kann ich beruhigen. Obwohl es eine Reihe von Anspielungen aus dem ersten Teil gibt, kann man "Blues Brothers 2000" auch als eigenständiges Musical bzw. Musikkomödie genießen. Die Musik ist fetzig und lehnt sich - natürlich - vom Stil an den ersten Teil an. Sehr viele bekannte Stars aus der Musikszene haben daran Anteil. Allein die Konkurrenzband beim Festival, die Lousianna Gator Boys Band besteht aus so illustren Gestalten wie B.B. King, Steve Winwood, Eric Clapton, Dr John etc. um nur ein paar(!) der im allgemeinen bekanntesten Musiker aufzuführen. In Nebenrollen sind z.B. Aretha Franklin, B.B. King, James Brown. Insofern liest sich die Besetzungsliste des neuen Blues Brothers Film wie das Who is Who der Musikszene. Die Musik spielt eindeutig die Hauptrolle in diesem Film. Der guten Musik ist es auch zu verdanken, dass einige Schwächen in der Story überdeckt werden. Sie ist manchmal doch ein wenig sehr abgehoben. Und ob alle Specialeffekts (so z.B. die "Ghost Riders from the Sky") bei den Fans SO ankommen, bin ich mir nicht sicher. Im großen und ganzen ist die Story aber einem Musical angemessen. (Wenn da nur nicht immer wieder der große Bruder wäre) Den Part des verstorbenen John Belushi übernimmt John Goodman als Mighty Mack McTeer. Im großen und ganzen hat mich Mr. Goodman überrascht. Er erweist sich wirklich als gute Besetzung. Was allerdings J. Evan Bonifant als Buster in dem ganzen Film soll, wird mir nicht klar. Nicht, dass der Junge nicht gut spielen würde, aber was die Rolle in dem ganzen Film soll, wird nirgendwo plausibel erklärt. Vielleicht hofft man damit, auch beim jüngeren Publikum anzukommen? Oder vielleicht bei dem Publikum, das mit dem Film älter geworden ist, und nun selber Kinder in ungefähr dem Alter hat? Na ja Schwamm drüber, wenigsten stört Buster nicht ... Etwas über Dan Akroyd in diesem Film zu sagen erübrigt sich, er ist, war und wird immer einer DER Blues Brothers sein. Er spielt ihn nicht, er ist, er war und wird es einfach immer sein. Wer sich für Action/Stuntszenen begeistern kann, wird auch fündig. Ebenso der Freund von Filmzitaten dürfte bei zweiten Anschauen einiges finden, neben dem obligatorischen "The lord works in mysterious ways", welches "We're on a mission from God" ersetzt. Fazit: Tolles Musical 7 von 10 blauen Brüdern
PS: Wer schon zu Beginn des Abspanns rausrennt, verpaßt was!!!
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