Nach Jahren des alltäglichen Wahnsinns im Morddezernat von Washington, D. C., kann den Detective Harlan Regis wahrlich nichts mehr erschüttern. Doch dann muß er den Mord an einer Frau im Weißen Haus untersuchen.
Und plötzlich ist sein Auftrag alles andere als alltäglich. Geheimagenten pfuschen ihm ins Handwerk, und die scheren sich einen Dreck um gesetzliche Vorschriften. Beweisdokumente verschwinden auf unerklärliche Weise, bevor die Polizei sie auswerten kann. Und dauernd stecken hohe Regierungsbeamte ihre Nase in seine Ermittlungen; sie sollen ihm behilflich sein - oder auch nicht.
Die Geheimagentin Nina Chance unterstützt Regis zunächst sehr widerwillig. Ihr Befehl lautet, den Fall so schnell und unauffällig wie möglich abzuschließen. Regis findet allerdings heraus, dass er in einem lebensgefährlichen Wespennest herumstochert: Die Korruptionsaffäre, auf die er stößt, ist brisanter, als er sich je träumen ließ.
Auf der verzweifelten Jagd nach dem Mörder können Regis und Chance niemandem trauen außer sich selbst. Aber sie müssen den Killer stoppen, denn falls sein Vorhaben Erfolg haben sollte, steht das Schicksal der gesamten Nation auf dem Spiel ...
Filmkritiken
Filmkritik von Ernst Corinth
film-dienst 11/1998: Polizei-Thriller, der sich damit begnügt, die Mechanismen des Genres routiniert in Gang zu setzen. Kurzatmige Anspielungen auf aktuelle Zusammenhänge verpuffen ohne inhaltlichen Widerhall.
TV Movie 12/1998: Mit sichtlichem Vergnügen zelebriert Hollywood das Gerangel um die Macht im Staat als handfestes, grundsoliden Reißer. Politik ist ein schmutziges Geschäft. Warum also sollte es in Washingtons heiligen Hallen gesitteter zugehen als auf der Ewing-Ranch? Verblüffend ist dabei, mit welcher Leichtigkeit der Film Bezüge zur jüngeren US-Geschichte herstellt (in diesem Fall die Ära Carter), um eindeutig Stellung zu beziehen - gegen politische Kraftmeierei.
TV Hören und Sehen 23/1998: Aus einer guten Story wurde ein eher zäher Krimi. Zumal auch der Übeltäter im Film schon zu früh zu erraten ist. Dennoch: eine solide Arbeit der namhaften Darsteller wie zum Beispiel Diane Lane und Alan Alda.
TV Today 12/1998: Bis zum arg konventionellen Action-Showdown stimmiger, überraschungsreicher Politkrimi.
Cinema 06/1998: Grundsolider Polit-Thriller.
Fernsehwoche: Clerver, überraschend, spitze.
Funkuhr: Spannender, temporeicher Politthriller.
Neue Revue: Starke, glaubwürdige Story, brillant in Szene gesetzt.