Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Regisseur John Madden erzählt hier die historisch verbürgte Geschichte eines Hof-Skandals, der beinahe die englische Monarchie stürzte, als einfühlsame Lovestory zwischen zwei außergewöhnlichen Menschen. Judi Dench, Spitzendarstellerin aus dem britischen "Bühnen-Adel", und der deftige schottische Komiker Billy Connolly sind in diesem Film ein kongeniales und bewegendes Paar.
Der Spiegel 29/1998: Die höchst unkonventionelle, unstandesgemäße und in den Augen der Klatschpresse geradezu skandalöse Zuneigung, mit der die Herrscherin ihren treuen schottischen Pferdeknecht John Brown bedachte, ist Gegenstand dieses liebenswürdigen Films. Das Haus Windsor war, wie man hört, dem Kinoprojekt ursprünglich nicht wohlgesinnt, doch durch das Zusammenspiel der noblen Bühnenlady Judy Dench und des schottischen Komödianten Bill Conolly ist ein schönes Seelenstück daraus geworden.
film-dienst 14/1998: Ein stimmungsvoll gezeichnetes Zeit- und Sittengemälde des 19. Jahrhunderts, bestechend durch hervorragende Ausstattung und gute Darsteller. Durch den Mut zur inszenatorischen Langsamkeit wird der Geist der viktorianischen Epoche beschworen, dem Zuschauer aber auch Geduld abverlangt.
TV Hören und Sehen 26/1998: Kaum bekannter Skandalfilm aus Old England. Ein Film-Kleinod - meisterhaft inszeniert. Voll großer Zärtlichkeit und einem Schuß Ironie!
TV Today 14/1998: Im besten Sinne very British: ein Geschichts-Cocktail aus Etikette, Intrige und (platonischer) Liebe, gewürzt mit feinem lakonischem Humor.