Ernst Corinth über
Money Talks - Geld stinkt
nicht
Was dabei
rauskommt, wenn ein junger schwarzer US-Komödiant wie Chris
Tucker zum Eddie-Murphy-Nachwuchswettbewerb antritt, kann man in
"Money talks" genau studieren. Da wird so heftig herumgealbert und
?gezappelt, werden auf so betont lockere und flapsige Art
Sprüche geklopft, dass es selbst einen gestandenen Akteur wie
Charlie Sheen bei den Dreharbeiten offenbar schier die Sprache
verschlagen hat. Damit ließe sich ja im Kino noch bestens
leben, wenn die Geschichte selbst wenigstens einen Hauch von
Originalität besäße. Doch was Regisseur Brett Ratner
hier als Actionkomödie präsentiert, hat man schon Dutzend
Mal besser und witziger gesehen.
Erneut kämpft also ein
schwarzweißes Duo gegen den Rest der Welt, also gegen korrupte
Polizisten, gegen eine brutale Ganoven-Gang und gegen
mörderische, aber ziemlich doofe französische Mafiosi,
die gleich in Kompaniestärke antreten. Alle sind hinter einem
Juwelenschatz her, doch den rückt der Kleingangster Franklin
(Tucker), der auf haarsträubend komplizierte Art in den Fall
verwickelt ist, nicht raus. Und zusammen mit dem TV-Journalisten
James (Sheen), der auf noch haarsträubendere Weise in das
Geschehen involviert ist, bestreitet er dann nach zahlreichen
Verfolgungsjagden, an denen sich allerdings nur
Schrott-Fetischisten erfreuen werden, das große Finale im Los
Angeles Memorial Coliseum.
Am Schluß ist das Stadium
kaputt, die beiden Helden haben gewonnen, und Chris Tucker
erhält den Pokal "Bester Eddie-Murphy-Klone des Jahres
1998".
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2010 Dirk Jasper |
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