Ein paar Möchtegern-Schauspieler, Werbefuzzies und Filmleute, dazu eine Handvoll Blondinen ... New Yorks Film- und Modebranche lebt! Man wird hintergangen, ist ständig auf der Suche nach einflußreichen Kontakten. Und Gesehen-werden ist eigentlich doch wichtiger als zu sehen.
Inmitten dieser Welt zwischen erfolglosen Castings und schönen, wichtigen Menschen führen Mary und Joe ihre leicht frustrierte Beziehung. Sie ist eine erfolgreiche Maskenbildnerin mit hippem Job, neurotischem Psychiater und allem, was sonst noch zum High Life gehört.
Er sieht sich indes als großen dramatischen Schauspieler, wofür ihm beim Kellnern nur kaum Gelegenheit geboten wird. Im Beziehungsgebälk knirscht es gewaltig.
Während Mary neue Kraft bei einem Selbstverteidigungskurs sucht und den Avancen des Lehrers kaum noch widerstehen kann, nimmt Joe auf Anraten seiner Agentin eine lausige Nebenrolle in einem Madonna-Video an und lernt dabei die verführerische Tina kennen ...
Filmkritiken
Dirk Jasper (CyberKino) Nach dem Kritikererfolg "Living In Oblivion" der neue Film von Tom DiCillo: Ein schonungslos-ironischer Blick auf die glamouröse Medien-Szene.
TV Movie 15/1998: "Echt blond" sollte eine selbstironische Komödie über New Yorks Film- und Modewelt werden. Heraus kam ein witzarmes und klischeereiches Beziehungsfilmchen, in dem zuviel geredet wird. Wirklich zum schmunzeln: Christopher Lloyd als pingeliger Oberkellner. Und zum Kreischen: Kathleen Turner als grausige kostümierte Schauspieler-Agentin.
film-dienst 15/1998: Eine böse Satire über die Dekadenz eines Kulturbetriebes, dem der schöne Schein mehr als das Sein gilt und der hinter seinen bissigen Kommentaren die Sehnsucht nach dem wahren Leben und authentischen Gefühlen vermittelt.
Cinema 07/1998: New Yorker Kindsköpfe aus der Film - und Modelszene werden erwachsen. Bloß eine hippe Nabelschau? Nein, eine liebevolle Satire, und zwar dank bissiger Regie.
TV Spielfilm 15/1998: Witzig-böse Seitenhiebe auf die Welt der Models und Möchtegerns - eben echt gut!
TV Today 15/1998: Woody Allen hätt's nicht besser machen können.