Herr Badii will Selbstmord begehen. Mit seinem Auto fährt er ziellos umher. Er hat bereits sein Grab gegraben und sucht nun jemanden, der es nach seinem Tod zuschaufelt.
Er begegnet dem jungen Soldaten, einem afghanischen Baustellenwächter, einem Seminaristen und einem Tierpräparator.
Alle versuchen auf unterschiedliche Weise, ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Nach und nach erfährt Herr Badii wieder die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: "Der Geschmack der Kirsche" ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Freiheit des Individuums und für das Leben.
Frankfurter Rundschau: Es ist die Zeit, die dabei vergeht, das "sculpting in time" (Tarkowski), das Kiarostamis Film so einzigartig macht. Man kann in ihnen verweilen, sich ihrem Rhythmus überlassen, und aus diesen Momenten der Stille, aus den kleinen Gesten, die wie unter der Lupe vergrößert erscheinen, entsteht ihre Stille.
Tagesspiegel Berlin: Was sehen wir? Nicht viel. Was fühlen wir? Alles. (...) Ein einzigartiger Regisseur.
TV Today 15/1998: Parabel vom Freitod, die sich im Metaphernwust verliert.
film-dienst 14/1998: Ein in extrem langsamem Erzählrhythmus entwickelter Film, der die Entscheidungsfreiheit des Menschen ebenso respektiert wie er sich vehement für das Leben einsetzt.
Cinema 07/1998: Selbstmörder sucht Grab - die Jury in Cannes fand es preiswürdig, die Cinema-Jury findet: Das Leben vor dem Tod kann nicht so dröge sein ...