Der Soldat James Ryan

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen • Produktionsnotizen

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Der Soldat James Ryan
Titel USA: Saving Private Ryan
Genre: Kriegsfilm
Farbe, USA, 1998

Kino Deutschland: 1998-10-08
Kino USA: 1998-07-24
Laufzeit Kino: 169 Minuten
Kinoverleih D: UIP

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1999-06-17
Kaufkassette: 1999-08-12
Laufzeit Video: 163 Minuten
Anbieter: CIC Video


Szenenfoto Der Zweite Weltkrieg war eines der folgenschwersten Ereignisse des 20. Jahrhunderts und ein entscheidender Augenblick für Amerika und die Welt. Er verschob Grenzen. Er veränderte für immer die Leben derer, die ihn Überlebten, und er prägte die nachfolgenden Generationen. Man nannte ihn "den letzten großen Krieg".

Nichts hat die Soldaten vor dem Strand von Omaha auf den Kampf vorbereiten k?nnen, der ihnen hier bevorsteht. Sie sind voller Hoffnung und Entschlossenheit, doch keiner von ihnen weiß, ob er die Landung an dem kleinen Strandabschnitt in der Normandie im Jahr 1944 überleben wird.

Szenenfoto Während seine Augen die Küste der Normandie absuchen, glaubt auch Captain John Miller, dass die größte Herausforderung, der er je in diesem Krieg gegenüberstand, für ihn und seine Männer darin liegen wird, die Invasion zu überleben. Aber seine schwierigste Aufgabe liegt erst noch vor ihm.

Noch während die Alliierten Streitkräfte am Strand von Omaha an Boden gewinnen, bekommt Miller den Befehl, sich mit seiner Einheit hinter die feindlichen Linien durchzuschlagen und dort einen Mann herauszuholen: den Soldaten James Ryan. Ryan ist der jüngste von vier Brüdern; nachdem drei von ihnen kurz hintereinander im Kampf gefallen sind, ist er nun der letzte Überlebende seiner Familie.

Während das Sonderkommando tiefer ins Feindesland eindringt, stellen Captain Millers Männer ihre Befehle in Frage. Weshalb ist der eine es wert, das Leben von acht Männern zu riskieren - und weshalb ist das Leben dieses Soldaten mehr wert als das ihre?


SzenenfotoDarsteller: Tom Hanks (Captain John Miller), Tom Sizemore (Sergeant Horvath), Edward Burns (Private Reiben), Barry Pepper (Private Jackson), Adam Goldberg (Private Mellish), Vin Diesel (Private Caparzo), Giovanni Ribisi (T/4 Medic Wade), Jeremy Davies (Corporal Upham), Matt Damon (Private James Ryan), Ted Danson (Captain Hamill)

Regie: Steven Spielberg

Stab: • Produzenten: Steven Spielberg, Ian Bryce, Mark Gordon, Gary Levinsohn für DreamWorks • Drehbuch: Robert Rodat • Vorlage: - • Buch zum Film: Roman Der Soldat James Ryan von Max Allan Collins, nach dem Drehbuch • Bildband • Dokumentarbericht: Der längste Tag - Normandie 6. Juni 1944 • Filmmusik: John Williams • Kamera: Janusz Kaminski • Spezialeffekte: Neil Corbould • Ausstattung: Tom Sanders • Schnitt: Michael Kahn • Kostüme: Joanna Johnston • Make Up: - • Ton: Gary Rydstrom, Gary Summers, Andy Nelson, Ronald Judkins • Toneffektschnitt: Gary Rydstrom, Richard Hymns • Stunts: Simon Crane (Koordination) •


SzenenfotoFilmkritiken

Rhein-Zeitung 1998-10-07: Die unerbittliche Sprache des Krieges hat Erfolgsregisseur Steven Spielberg in seinem neusten Werk "Der Soldat James Ryan" in ausgesprochen drastisch-grausame, nachdrücklich wirkende Bilder übersetzt. Spielberg bringt den Wahnsinn des Krieges exakt auf den Punkt, wenngleich er seine fast drei Stunden lange Geschichte nach grandiosem Beginn leider durchaus nach konventioneller Art zu Ende erzählt.

film-dienst 20/1998: Das Drehbuch vermag zwar nicht die geistige Dimension beizusteuern, die der Film verdient hätte, aber die konsequente und erschütternde Rekonstrution des Krieges als Schreckensbild des kollektiven Todes verleiht dem Film einen hohen humanitären Rang.

Szenenfotokultur Spiegel Extra 10/1998: Spielberg faselt lieber von Müttern und Rosenzucht, als der Frage nachzugehen, wieviel der Einzelne im Krieg zählt.

Cinema 10/1998: Realistisch und gnadenlos: Spielbergs Drama über die Landung der Alliierten in der Normandie macht den krieg psychisch spürbar.

TV Spielfilm 21/1998: Unglaublich intensives und bestürzend reales Kriegsepost, das keinen kalt läßt!

TV Movie 21/1998: Der realistischste Antikriegsfilm der 90er.


Oscar ®Oscar ®

Oscar für 1998 für Steven Spielberg (Regie)
Oscar für 1998 für Janusz Kaminski (Kamera)
Oscar für 1998 für Michael Kahn (Schnitt)
Oscar für 1998 für Gary Rydstrom, Richard Hymns (Toneffektschnitt)
Oscar für 1998 für Gary Rydstrom, Gary Summers, Andy Nelson, Ronald Judkins (Ton)

Oscar-Nominierung für 1998 für "Der Soldat James Ryan" (Bester Film)
Oscar-Nominierung für 1998 für Tom Hanks (Hauptdarsteller)
Oscar-Nominierung für 1998 für Robert Rodat (Drehbuch-Original)
Oscar-Nominierung für 1998 für Tom Sanders (Ausstattung)
Oscar-Nominierung für 1998 für NN (Make Up)
Oscar-Nominierung für 1998 für John Williams (Musik-Drama)


SzenenfotoBemerkungen

Die Film wurde dann weitgehend in England und Frankreich gedreht. Während die Akteure noch in einem echten militärischen Ausbildungslager der US-Armee geschliffen wurden, mußte der Regisseur den Krieg beinahe noch absagen.

Die Originalschauplätze in Frankreich, an denen Spielberg drehen wollte, erwiesen sich als verbaut und damit weitgehend unbrauchbar. Die Invasion selbst wurde dann in Wexford, Irland, gedreht, da die britische Armee keine Statisten stellen wollte.

Fast das gesamte Material, das für die Invasion gebraucht wurde, hat dabei das Irische Verteidigungsministerium zur Verfügung gestellt.

Das Buch Der längste Tag - Normandie: 6. Juni 1944 von Cornelius Ryan ist der wohl genaueste und authentischste Dokumentarbericht über diesen schicksalhaften Tag.

Außerdem ist im Burgschmiet Verlag, Nürnberg der Bildband "Soldat James Ryan" erschienen; mit Bildern von David James, Berichten über die Dreharbeiten und Interviews mit den Beteiligten.

Dirk Jasper FilmLexikon
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