Berlin 1998. Ein Sommertag, an dem eine ganz kurze Zeit über Liebe, Leben und Tod entscheidet. Lola und Manni sind Anfang zwanzig und ein Liebespaar. Manni jobbt als Geldkurier für einen Autoschieber.
Doch heute läuft alles schief: Als er Kontrolleuren in der U-Bahn in die Arme läuft, verliert er die Plastiktüte mit 100.000 Mark. In 20 Minuten will sein Boss das Geld abholen. Verzweifelt ruft Manni Lola an. Was soll er tun? Wenn er das Geld nicht auftreibt, wird er sterben. Lolas Hirn rast: 20 Minuten, um 100.000 Mark zu besorgen. 20 Minuten, um Mannis Leben zu retten.
Da kommt Lola eine Idee. Sie stürzt aus dem Haus und läuft los. Durch die Straßen Berlins. Lola rennt ... um ihr Leben, um Mannis Leben, um ihre Liebe - um irgendwie und irgendwo Geld aufzutreiben.
Filmkritiken
Filmkritik von Ernst Corinth
Filmkritik von Gerhard Heeke
Filmkritik von Dietmar Schmalfuss
Dirk Jasper FilmLexikon: Mit einem aktuellen Soundtrack, einer aufregend ungewöhnlichen Visualität und dem Tempo der Großstadt feiert "Lola rennt" den Triumph einer Liebe, die das atemberaubende Lebensgefühl der Spätneunziger widerspiegelt.
film-dienst 16/1998: Unter Einsatz unterschiedlichster formaler Mittel erzeugt der Regisseur überaus geschickt einen stackatoartigen Rhythmus, der den Zuschauer mitreißt. Die Ansätze zu einer Vertiefung des brillanten visuellen Feuerwerks in Richtung Reflexion über Zeit und Zufall überzeugen nicht völlig, da die Geschichte in ihren Dimensionen eng begrenzt und zu wenig übertragbar ist.
Spiegel Kultur Extra 08/1998: Bei soviel Ballast geht dem Film schnell die Luft aus. Richtig fit sind nur die Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu und die dauerhafte Franka Potente.
TV Spielfilm 17/1998: Irrwitziger und einfallsreicher Genremix mit einer herausragenden Hauptdarstellerin.