Ernst Corinth über
Mafia!
Nur wer eine
große Vorliebe für Fäkalien-Humor hegt, der kommt in
"Mafia!" auf seine Kosten. Denn was unter Jim Abrahams Regie als
Parodie auf das beliebte Mafia-Filmgenre entstanden ist, ist
wirklich mehr als bescheiden. Und zudem eine heftige
Enttäuschung, da wir dem Regisseur und Drehbuchautor ja
schließlich herrlich komische Blödel-Filme wie "Airplane"
oder "Nackte Kanone" verdanken.
Doch die hier zu allem
Überfluß auch noch überaus konfus ausgebreitete
Geschichte des jungen Mafiosi Anthony (Jay Mohr), der
mordsmäßig erfolgreich die Nachfolge seines Vaters, des
Paten Vincenzi (Lloyd Bridges), antritt, ist von der ersten bis zur
letzten Minute nicht nur blödsinnig, sondern einfach
dämlich und so ärgerlich, dass nur ein Anfall von
Müdigkeit die vorzeitige Flucht des Kritikers aus dem Kino
vereitelte. Und selbst das einzige Highlight dieser
86minütigen langweiligen Geschmacklosigkeit, die Flucht im
Dickdarm eines armen Esels, verliert durch die ach so heiter
inszenierten Dauerblähungen einer Akteurin völlig seinen
Charme. O weia.
| © 1999 © 1994 -
2010 Dirk Jasper |
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