Ernst Corinth über Mafia!
Nur wer eine große Vorliebe für Fäkalien-Humor hegt, der kommt in "Mafia!" auf seine Kosten. Denn was unter Jim Abrahams Regie als Parodie auf das beliebte Mafia-Filmgenre entstanden ist, ist wirklich mehr als bescheiden. Und zudem eine heftige Enttäuschung, da wir dem Regisseur und Drehbuchautor ja schließlich herrlich komische Blödel-Filme wie "Airplane" oder "Nackte Kanone" verdanken.
Doch die hier zu allem Überfluß auch noch überaus konfus ausgebreitete Geschichte des jungen Mafiosi Anthony (Jay Mohr), der mordsmäßig erfolgreich die Nachfolge seines Vaters, des Paten Vincenzi (Lloyd Bridges), antritt, ist von der ersten bis zur letzten Minute nicht nur blödsinnig, sondern einfach dämlich und so ärgerlich, dass nur ein Anfall von Müdigkeit die vorzeitige Flucht des Kritikers aus dem Kino vereitelte. Und selbst das einzige Highlight dieser 86minütigen langweiligen Geschmacklosigkeit, die Flucht im Dickdarm eines armen Esels, verliert durch die ach so heiter inszenierten Dauerblähungen einer Akteurin völlig seinen Charme. O weia.
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