Warum Bodhi-Dharma in den Orient aufbrach?

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Warum Bodhi-Dharma in den Orient aufbrach?
Titel Südkorea: Dharmaga tongjoguro kan kkadalgun?
Genre: Drama
Farbe, Südkorea, 1989

Kino Deutschland: 1990-10-25
Wiederaufführung: 1999-05-06
Laufzeit Kino: 137 Minuten
Kinoverleih D: Pegasos

TV-Titel Deutschland: Warum Bodhi-Dharma nach Osten aufbrach?
TV Deutschland: 1993-02-27 (ZDF)
Laufzeit TV: 131 Minuten



Szenenfoto Nur noch drei Mönche leben in dem kleinen, abgeschiedenen Kloster in den koreanischen Bergen. Hyegok, der alte Zen-Meister, leitet mit liebevoller Strenge seine beiden Schüler auf den verschlungenen Pfaden der buddhistischen Lehre.

Kibong, der junge Mönch, befindet sich noch auf dem Weg zur Erleuchtung und zweifelt, ob er jemals dieses hohe Ziel erreichen wird. Immer noch quält ihn der Gedanke an die Familie, die er hilflos im Elend zurückgelassen hat.

Haejin, der kleine Mönch, wurde vor Jahren von Hyegok als elternloses Kind auf den Berg gebracht. Der Alltag der drei Mönche wird geprägt vom Rhythmus der Jahreszeiten und von der sanften Monotonie der religiösen Rituale. Haejin macht im Umgang mit einem verletzten Vogel erste Erfahrungen mit Schmerz, Tod und Verlust.

Als Hyegok stirbt, entscheidet sich Kibong für die Rückkehr in die Stadt. Haejin bleibt im Kloster zurück. Er hat intuitiv gefunden, wonach Kibong jahrelang verzweifelt suchte.


SzenenfotoDarsteller: Pan-Yong Yi (Hyegok, der alte Mönch), Won-sop Sin (Kibong, der junge Mönch), Hae-Jin Huang (Haejin, der kleine Mönch), Su-myong Ki (Superior), Hae-yong Kim (Mitschüler von Kibong)

Regie: Yong-kyun Bae

Stab: • Produzenten: Yong-kyun Bae • Drehbuch: Yong-kyun Bae • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Yong-kyun Bae • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Yong-kyun Bae • Schnitt: Yong-kyun Bae • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Yong-kyun Bae • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Lexikon des internationalen Films: Ein Film voller Klarheit und Schönheit, dessen einfach und doch rätselhafte Geschichte in überwältigenden Bildern erzählt wird. Auch wenn sich die spirituelle Botschaft des Films nicht jedem Zuschauer in allen Einzelheiten erschließen wird, bietet der als Meditationsübung angelegte Film doch Gelegenheit, über Seinsprobleme nachzudenken. Er regt an, das Wesen der Dinge hinter ihrer vordergründigen Erscheinung zu ergründen.

Cinema 05/1999: Die filmische Meditationsübung über einen Zen-Schüler, der die Erleuchtung findet, kommt als Wiederaufführung in die Kinos.

Der Spiegel: "Bodhi-Dharma" erschüttert leise, wie das Zittern der Erde, kurz vor einem Beben.

AZ München: Bild-Philosophie der absoluten Schönheit.


SzenenfotoBemerkungen

Acht Jahre hat der Autodidakt Yong-kyun Bae an seinem Zen-Epos gearbeitet und dabei nahezu jede Produktionsaufgabe selbst übernommen.

Mit großen Augen und offenem Mund saßen die westlichen Filmkritiker im Kino, als der völlig unbekannte koreanische Regisseur Bae Yong-Kyun seinen Film mit dem seltsamen Titel "Warum Bodhi-Dharma nach Osten aufbrach?" erstmals einem großen Publikum vorstellte. Wenig später galt der junge Filmemacher als genialer Newcomer und der Film als cineastische Offenbarung. Er gewann 1989 beim Filmfestival von Locarno den "Goldenen Leoparden" und wurde anschließend zu einem Überraschungserfolg in den europäischen Kinos.

Dirk Jasper FilmLexikon
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