Der Pfad der Erleuchtung

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Der Pfad der Erleuchtung
Titel Südkorea: Aje, Aje, Bara Aje
Genre: Drama
Farbe, Südkorea, 1989

TV Deutschland: 1998-05-16 (3sat)
Laufzeit TV: 118 Minuten



Szenenfoto Das schwierige Verhältnis zu ihrer unglücklichen Mutter, die sie allein hat großziehen müssen, und ein ungerechter Schulverweis bringen die 16jährige Soon Nyo dazu, in ein buddhistisches Kloster einzutreten.

Doch ihr Mitleid mit einem lebensmüden, jungen Taugenichts führt nach Wochen der Meditation zum Ausschluß aus der Gemeinschaft. Sie findet einen neuen Lebenssinn in der Ehe und Mutterschaft, bis nach einer kurzen Zeit des Glücks ihr Mann und ihr Kind sterben.

Als Soon Nyo, inzwischen Krankenschwester, Jahre später zum zweiten Mal Witwe wird, kehrt sie ins Kloster zurück. Die sterbende Meisterin jedoch führt sie auf den Weg in ein zwar asketisches, aber weltzugewandtes Leben.


SzenenfotoDarsteller: Kang Soo-Yon, Chun Moo-Song, Jin Young-Mi, Yoo In-Chon

Regie: Im Kwon-Taek

Stab: • Produzenten: • Drehbuch: • Vorlage:Filmmusik: • Kamera: • Spezialeffekte: • Ausstattung: • Schnitt: • Kostüme: • Make Up: • Ton: • Toneffektschnitt: • Stunts: •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Südkoreas berühmtester Regisseur Im Kwon-Taek zeichnet in seinem Film "Der Pfad der Erleuchtung" den schweren Lebensweg einer Frau nach. Wie in vielen seiner früheren Filme geht er auf die unmenschlichen sozialen Strukturen ein, denen Frauen in der patriarchalischen Gesellschaft Südkoreas unterworfen sind. Darüber hinaus bewegt den Regisseur hier aber die Auseinandersetzung mit zwei verschiedenen Richtungen des Buddhismus, der Konflikt zwischen einer kontemplativen Lehre des Buddhismus und einer eher weltorientierten, sozial engagierten Form des Glaubens. Nicht ohne Kritik wird das Leben der Mönche und Nonnen geschildert, die fernab der Welt nach Erkenntnis suchen und ihren strikten Glaubensregeln nicht immer treu bleiben können. Bildern der klösterlichen Meditation, der landschaftlichen Schönheit und friedlicher Stille setzt der Regisseur Eindrücke der sozialen Unruhe, der gesellschaftlichen Umbrüche seines Landes entgegen, eines Landes, dem angesichts der westlichen Einflüsse der Verlust der eigenen kulturellen Identität droht.

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