Wer mich liebt, nimmt den Zug

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Wer mich liebt, nimmt den Zug
Titel Frankreich: Ceux qui m' aiment prendront le train
Genre: Drama
Farbe, Frankreich, 1998

Kino Deutschland: 1998-08-27
Laufzeit Kino: 120 Minuten
Kinoverleih D: MFA



Szenenfoto Ein Frühlingstag, eine Gruppe von Menschen, die sich kennen, im Zug, auf dem Weg nach Limoges. Auf der Straße parallel zu den Schienen fährt ein weißer Peugeot. Er enthält eine für alle wertvolle Fracht: den Sarg mit den sterblichen Überresten ihres Freundes Jean-Baptiste.

Ein Maler, gestorben nach siebzig intensiven Lebensjahren. Er, der immer in Paris gelebt hat, will in Limoges begraben sein. Und er verfügt, gleichsam als sein Vermächtnis: Wer mit liebt, nimmt den Zug ...

Das Begräbnis als Anlaß für ein Familientreffen, der Friedhof als Ort der Begegnung: der wahren Freunde und der falschen, der Erben, legitim und illegitim, der Blutsverwandten und Seelenverwandten. Für manche von ihnen erwächst aus diesen Begegnungen ein hoffnungsvoller Neuanfang, für andere zerplatzen Illusionen und klärt sich die Zukunft.


SzenenfotoDarsteller: Pascal Greggory (Francois), Valeria Bruni-Tedeschi (Claire), Charles Berling (Jean-Marie), Jean-Louis Trintignant (Jean-Baptiste / Lucien), Bruno Todeschini (Louis), Sylvain Jacques (Bruno), Vincent Perez (Viviane), Roschdy Zem (Thierry), Dominique Blanc (Catherine), Delphine Schlitz (Elodie), Nathan Cogan (Sami), Marie Daems (Lucie), Chantal Neuwirth (Genevieve), Thierry de Peretti (Dominique), Olivier Gourmet (Bernard)

Regie: Patrice Chereau

Stab: • Produzenten: Charles Gassot für Le Studio Canal+ / Telema / France 2 Cinema / Azor Films • Drehbuch: Daniele Thompson, Patrice Chereau, Pierre Trividic • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Eric Gautier • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Richard Peduzzi, Sylvain Chauvelot • Schnitt: Francois Gedigier • Kostüme: Caroline de Vivaise • Make Up: - • Ton: Guillaume Sciama, Jean-Pierre Laforce • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Patrice Chereau ("Die Bartholomäusnacht") macht "physisches Kino", er geht nah an seine Schauspieler heran, die Kamera rückt ihnen auf den Leib, die Bewegungen sind oft heftig, sowohl in ihrer Zärtlichkeit als auch in ihrer Aggression; jeder Körper ist räumlich präsent, füllt die Leinwand aus, macht sich bemerkbar, vibriert vor Energie.

dpa: Chereau verstrickt sein superbes Schauspielerensemble in ein emotional geladenes, komplexes Drama um zerstörerische Wahrheiten, enttäuschte Liebe, kleine Hoffnungen und trügerische Erinnerungen.

Szenenfotofilm-dienst 17/1998: Ein eindrucksvoller filmischer Reigen menschlicher Schicksale, geprägt von einer höchst intensiven Kameraarbeit sowie von grandiosen schauspielerischen Leistungen.

TV Today 18/1998: Anstrengend. Wegen vieler skurriler Regie-Einfälle und eruptiver Dialoge aber stets kurzweilig.

Cinema 09/1998: Endstation Sehnsucht: In diesem hochklassigen Drama offenbart sich die Stärke des vielgepriesenen französischen Schauspielkinos.

Frankfurter Rundschau: Ein Ensemble, das schlicht großartig ist.

FAZ: Ausdrucksstark und interessant.


SzenenfotoBemerkungen

Der Film hatte seine internationale Premiere im Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes 1998. Die deutsche Erstaufführung fand am 29. Juni 1998 in Anwesenheit von Patrice Chereau, Vincent Perez und Pascal Greggory im Rahmen des "Filmfest München" statt.

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