Südstaaten-Gouverneur Jack Stanton ist angetreten, um bei den Primaries (Vorwahlen) mit aller Macht zum Präsidentschafts-Kandidaten der demokratischen Partei gewählt zu werden.
Mit seinem charismatischen Auftreten und unwiderstehlichem Charme fesselt er die Wähler und schwört auch sein kleines Team von Strategen und Beratern auf sich ein. Die haben alle Hände voll zu tun, denn Stantons unersättlicher Appetit auf das pralle Leben gilt nicht nur zuckersüßen Doughnuts.
Je näher der Wahltermin rückt, desto mehr häufen sich die Skandale - und der ohnehin dornige Weg ins Weiße Haus entwickelt sich endgültig zum Spießrutenlauf und Hindernis-Parcours, in dessen Verlauf alle Beteiligten gezwungen sind, Farbe zu bekennen.
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Nach dem packenden, anonym veröffentlichten Bestseller "Mit aller Macht" aus dem Jahr 1996 inszenierte Erfolgsregisseur Mike Nichols (Die Reifeprüfung) eine ebenso rasante wie brisante Politikkomödie, die einem Präsidentschaftskandidaten der demokratischen Partei durch seinen ereignisreichen und mit Skandalen und Hindernissen gepflasterten Wahlkampf folgt. Gespickt mit brillanten Dialogen von Elaine May erzählt Nichols eine facettenreiche Geschichte mit unübersehbar satirischen Untertönen, die mit präziser Beobachtungsgabe den politischen Prozeß in den USA und das Verhältnis zwischen Wählern und Spitzenpolitikern dieses Landes aufs Korn nimmt. Hochkarätig und überragend besetzt mit Superstar John Travolta, der aus seinem Rollenstudium anhand von Bill Clinton-Videos kein Geheimnis macht und mit seiner schauspielerischen Interpretaion dieser Rolle einen verblüffenden Effekt erzielt, mit den Oscar-Preisträgern Emma Thompson als seine Ehefrau, Kathy Bates und Billy Bob Thornton ("Sling Blade") und fotografiert von Michael Ballhaus, bietet "Mit aller Macht" intelligente Hollywood-Unterhaltung der Spitzenklasse.
Cinema 09/1998: Ein subtil-bösartiger Roman, Filmstars im Dutzend und ein scharfsinniger Könner wie Mike Nichols - das Ergebnis ist eine der besten Polit-Satiren seit Jahren!
film-dienst 18/1998: In den Nebenrollen gewinnt der Film einiges Profil und vermag einen Eindruck vom politischen Pragmatismus während des Wahlkampfs zu vermitteln.
TV Today 18/1998: Der Zuschauer schwankt zwischen Gelächter und Entsetzen darüber, was für Torfköpfe die Welt regieren.
TV Spielfilm 18/1998: Kritischer Kommentar zur Mediendemokratie - toll gespielt und passend zur Wahl.
TV Movie 18/1998: Genial: Travolta for President!