Papa ist der beste. Selbst wenn's mal ganz dicke kommt, er sich mit seiner Familie im Weltall verirrt, von ekligen Techno-Blechspinnen angegriffen wird und gar eine gigantische blubbernde Zeitblase zu platzen droht, dann besteht dennoch kein Grund zur Panik, denn: Der Papa wird's schon richten! Doch in Stephen Hopkins' Sciene-fiction-Märchen muß sich Professor John Robinson (William Hurt) ganz schön abstrampeln, bevor er seine Familie durch eine Art von "Hypergate" wieder in die Jetztzeit und auf sicheren irdischen Boden zurückbringen kann. Und ob es was nutzt, ist sowieso fraglich. Schließlich droht der Erde wie derzeit in fast jedem Hollywood-Spektakel just mal wieder der finale Kollaps.
Genau aus diesem Grund ist unser Professor samt Frau (Mimi Rogers) und den drei Kindern und einem sympathischen Fliegenden-Untertassen-Piloten (Matt LeBlanc) anfangs ins All gestartet. Irgendwo in dieser unendlichen Weite existiert ein Planet namens Alpha Prime, auf dem die Menschen angesichts der drohenden Öko-Katastrophe ausgesiedelt werden sollen. Und unsere Familie Robinson, die schon in den sechziger Jahren in einer amerikanischen TV-Serie erfolgreich durch das All düste, soll dort schnell mal nach dem Rechten schauen.
Doch leider spielen die Mutanten völlig verrückt und den schlimmen Rest besorgen irgendwelche irdischen Verschwörer, die aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer den Flug verhindern wollen.
Und wer als Zuschauer bereit ist, sich auf eine rekordverdächtig abstruse Geschichte und einen arg sülzig inszenierten Vater-Sohn-Konflikt einzulassen, der sitzt bei "Lost in Space" durchaus im richtigen Kino. Denn die Spezialeffekte sind wirklich hübsch anzukucken, die künstliche Planetenwelt erinnert nett nostalgisch an uralte "Enterprise"-Abenteuer, während das Geblubber der Zeitblase und das galaktische Schlachtgetümmel immerhin dafür sorgen, dass das ständige Geraschel der benachbarten Popcorntüten-Besitzer ausnahmsweise mal nicht stört.